• Home
  • Regional
  • Hamburg
  • Rassismus in Hamburger Grundschule: Schulbehörde ermittelt wegen N-Wort


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextPapst will nach Moskau und KiewSymbolbild fĂŒr einen TextGasspeicher reichen "ein bis zwei Monate"Symbolbild fĂŒr einen TextTĂŒrkei: Inflation steigt auf 78,6 ProzentSymbolbild fĂŒr einen TextFleisch wird immer teurerSymbolbild fĂŒr einen TextFC Bayern bietet fĂŒr SturmtalentSymbolbild fĂŒr ein Video40 FahrgĂ€ste aus Sessellift gerettetSymbolbild fĂŒr einen Text76-JĂ€hriger masturbiert vor KindernSymbolbild fĂŒr einen TextHier droht ein Mangel von RettungskrĂ€ftenSymbolbild fĂŒr einen TextDeutscher Trainer geht nach RusslandSymbolbild fĂŒr einen TextPeer Kusmagk spricht ĂŒber AlkoholsuchtSymbolbild fĂŒr einen TextAirbus-Notlandung in FrankfurtSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserPocher plaudert intimes Geheimnis ausSymbolbild fĂŒr einen TextSo beugen Sie Geheimratsecken vor

Schulbehörde ermittelt wegen N-Wort in Rechenaufgabe

Von t-online
Aktualisiert am 11.04.2022Lesedauer: 3 Min.
GrundschĂŒler sitzen an ihren Tischen in einem Klassenraum (Symbolbild): In Hamburg soll ZweitklĂ€sslern ein Arbeitsblatt mit rassistischer Sprache ausgeteilt worden sein.
GrundschĂŒler sitzen an ihren Tischen in einem Klassenraum (Symbolbild): In Hamburg soll ZweitklĂ€sslern ein Arbeitsblatt mit rassistischer Sprache ausgeteilt worden sein. (Quelle: Sven Simon/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Einer Grundschulklasse in EimsbĂŒttel sollen ArbeitsblĂ€tter mit rassistischer Sprache vorgelegt worden sein. Die Hamburger Schulbehörde ist alarmiert.

Die Autorin Jasmina Kuhnke hat einen mutmaßlichen Rassismus-Vorfall an einer Grundschule in Hamburg publik gemacht. Auf ihrem Twitteraccount, wo sich Kuhnke "Quattromilf" nennt, veröffentlichte die Autorin ein Bild, welches ein Arbeitsblatt mit rassistischer Sprache zeigen soll.

"Stell dir vor, es ist 2022, du bist ein Schwarzes Kind, besuchst die zweite Klasse in Hamburg EimsbĂŒttel und bekommst diese Aufgabe von deiner Lehrerin vorgelegt", schreibt Kuhnke zu dem Bild. Darauf zu sehen ist ein Arbeitsblatt mit dem Titel "EinfĂŒhrung in die Multiplikation". Das Rechenbeispiel arbeitet mit einem rassistischen Ausdruck fĂŒr SchaumkĂŒsse, der das N-Wort enthĂ€lt. Der Duden empfiehlt, den Begriff "Negerkuss" zu vermeiden und durch Schokokuss oder Schaumkuss zu ersetzen.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen ĂŒbermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Unter dem Tweet mit dem Foto erklÀrt die vierfache Mutter, dass das Bild keinem ihrer eigenen Kinder vorgelegt worden sei. Sie habe jedoch das N-Wort auf dem Bild zensiert. Es ist davon auszugehen, dass Kuhnke das Bild zugespielt worden ist. Ihrem Twitter-Kanal folgen mehr als 130.000 Nutzer. Kuhnke postet dort hÀufig zu Antirassismus. Der in der Aufgabe benutzte Begriff gilt als rassistisch. Der Duden empfiehlt, das Wort zu vermeiden und durch Schokokuss oder Schaumkuss zu ersetzen.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Die Lage in Deutschland ist ein Skandal
Obdachloser in DĂŒsseldorf: Immer mehr Menschen leben in Armut.


Loading...
Symbolbild fĂŒr eingebettete Inhalte

Embed

Der Sprecher der Hamburger Behörde fĂŒr Schule und Bild sagt auf Anfrage von t-online: "Wir haben bislang keine Informationen darĂŒber, an welcher Schule und bei welcher Lehrkraft das passiert sein soll. Daher können wir dem Vorwurf bislang leider nicht konkret nachgehen." Die Behörde habe versucht, ĂŒber die Autorin Kuhnke weitere Informationen zum Hintergrund des Bildes zu erfahren, was aber bislang nicht möglich gewesen sei.

Schulbehörde: Unterrichtsmaterial nicht regelkonform

"NatĂŒrlich ist die Verwendung eines solchen Unterrichtsmaterials nicht regelkonform und nicht zulĂ€ssig", stellt der Behördensprecher gegenĂŒber t-online klar. "Auch eine fahrlĂ€ssige, also unbeabsichtigte Nutzung dieses offensichtlich veralteten Materials ist nicht zu entschuldigen." Inwiefern einer Lehrkraft oder einer Schulleitung Konsequenzen nach solch einem Vorfall droht, wurde am Montag nicht klar.

Ein anderer Twitter-Nutzer, der sich "Lamin Aschet" nennt, ordnet das betreffende Arbeitsblatt einem Buch eines Hamburger Schulbuchverlages zu. Der Persen Verlag teilte auf Anfrage von t-online jedoch mit: "Ich habe mir sofort die Druckdaten des Titels, auf den Sie verweisen, angesehen, konnte die Formulierung darin aber nicht finden", schreibt die Teamleiterin der Redaktion Grundschule. Auch in anderen Titeln zum Einmaleins sei keine derartige Passage gefunden worden.

Hamburger Schulen entscheiden selbststĂ€ndig ĂŒber Unterrichtsmaterialien

"Es entspricht unserer Überzeugung und Haltung, dass solche Formulierungen nicht mehr verwendet werden dĂŒrfen", erklĂ€rt die Verlagsmitarbeiterin. "Wir ĂŒberarbeiten daher bereits seit einiger Zeit unsere Titel vor einem anstehenden Nachdruck, um derartige Formulierungen zu entfernen", heißt es weiter. Diskriminierungs- und vorurteilsfreie Materialien sollten zu tolerantem Denken und Verhalten beitragen.

Auch die Schulbehörde wisse noch nicht, um welches Unterrichtsmaterial es sich handele. "Hamburgs Schulen entscheiden selbststĂ€ndig ĂŒber die Verwendung von Unterrichtsmaterialien und SchulbĂŒchern", so der Sprecher der Schulbehörde. "SelbstverstĂ€ndlich nur im Rahmen der Vorgaben des Grundgesetzes, des Hamburgischen Schulgesetzes und aller anderen rechtlichen Normen." Diskriminierende Sprache dĂŒrfe es daher nicht geben.

Die Autorin Jasmina Kuhnke, die das Foto auf Twitter veröffentlichte, war am Montag nicht fĂŒr t-online zu erreichen. Der Rowohlt-Verlag, bei dem sie veröffentlicht, erklĂ€rte gegenĂŒber t-online, dass Kuhnke "aktuell nicht fĂŒr Anfragen zur VerfĂŒgung" stehe.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Twitter

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website