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AfD fordert Spezialambulanzen für Menschen mit Corona-Impfschäden


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AfD fordert Spezialambulanzen für Corona-Impfschäden

Von t-online, pas

24.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Eine Spritze wird mit einem mRNA-Impfstoff aufgezogen (Symbolbild): Die AfD fordert eine bessere Erfassung von Impfschäden und Nebenwirkungen.
Eine Spritze wird mit einem mRNA-Impfstoff aufgezogen (Symbolbild): Die AfD fordert eine bessere Erfassung von Impfschäden und Nebenwirkungen. (Quelle: Sylvio Dittrich/imago images)
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Die AfD fordert spezialisierte Anlaufstellen für Menschen mit Nebenwirkungen und Impfschäden nach einer Corona-Impfung in Niedersachsen.

Die niedersächsische AfD-Fraktion im Landtag fordert spezialisierte Anlaufstellen für Menschen mit Nebenwirkungen und Impfschäden nach einer Corona-Impfung. Das geht aus einem Antrag in der Tagesordnung des niedersächsischen Landtags hervor, der ab Mittwoch wieder in Hannover tagt.

Demnach fordert die Partei, dass an den großen Uni-Kliniken in Hannover, Göttingen und Oldenburg entsprechende Ambulanzen eingerichtet werden. Die Fraktion will den entsprechenden Antrag während der Plenardebatte des Landtags am Freitag einbringen. Zuvor hatte die "Nordwest Zeitung" (NWZ) über das Anliegen berichtet.

Die AfD will Nebenwirkungen und etwaige Impfschäden nach einer Corona-Impfung genauer erfassen. Zudem wolle die Partei mehr Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit Problemen nach einer Corona-Impfung schaffen. Zudem sollen Impfgeschädigte im Gesundheits- und Versorgungswesen "angemessen Gehör finden" werden und Mediziner sensibilisiert werden.

AfD fordert Aufklärung über Impfschäden

Die Fraktion begründet ihren Antrag mit Zweifeln an der Sicherheit der mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19. Hersteller Pfizer hätte in ihrer "Cumulative Analysis of post-Authorisation adverse event Reports"-Studie von möglichen Nebenwirkungen ihres Impfstoffs auf mRNA-Basis berichtet, argumentiert die Fraktion. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das die Sicherheit von Impfstoffen in Deutschland überwacht, hatte in dem Zeitraum von Dezember 2020 bis Juni 2022 323.684 Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen gemeldet. Doch laut AfD-Antrag gäbe es Hinweise, dass die Zahlen zu Nebenwirkungen und Impfkomplikationen unterrepräsentiert sind.

So hätte der AfD-Landtagsabgeordnete Dr. Jozef Rakicky, Neurologe und Chefarzt an der Helios-Klinik in Helmstedt, berichtet, dass sein Krankenhaus mehr als 30 Fälle von unerwünschten Nebenwirkungen an das zuständige PEI gemeldet hätte, so die "NWZ". Eine Antwort sei ausgeblieben. Laut Rakicky läge dies an einer "politischen Atmosphäre", die eine "Meldeabneigung" hervorriefe.

Allerdings hatte sich auch das Helios-Klinikum von den Aussagen seines Chefarztes distanziert: Berichte über zahlreiche Behandlungen von Impf-Schäden bezeichnete ein Kliniksprecher als "definitiv falsch": "Dass wir entsprechende Fälle aktiv vertuschen würden, weisen wir entschieden von uns", so der Sprecher weiter.

Jozef Rakicky sitzt für die AfD im niedersächsischen Landtag.
Jozef Rakicky sitzt für die AfD im niedersächsischen Landtag. (Quelle: Niedersächsischer Landtag)

Rakicky verweist gegenüber der "NWZ" auf wissenschaftliche Studien, die besagen würden, dass die statistische Quote der Nebenwirkungen deutlich höher sein würde, als vom PEI angegeben. Zudem sagt Rakicky, dass schon 15 Fälle von Impfschäden gerichtlich anerkannt worden sind.

Arzt gilt als Impfgegner

Rakicky gibt auf seinem Facebook-Profil und in Pandemiezeiten auf Corona-Demonstrationen schon länger Impfgegner-Narrative und Verschwörungsmythen wieder: "Wenn sich also ergeben sollte, dass das Corona-Virus künstlich produziert wurde, würde sich auch die Frage, warum so schnell die experimentelle mRNA Impfstoffe so schnell verfügbar waren, erübrigen", postet der Arzt in seinem Profil. Profiteur seien einzig die Pharmakonzerne. Auf einer Corona-Demonstration in Sachsen-Anhalt sprach er davon, dass die Pandemie keine Maßnahmen rechtfertigen würde, Impfungen wären wirkungslos und gefährlich.

Seinen eigenen Impfstatus wollte der Mediziner der Zeitung indes nicht verraten. Man beteilige sich nicht an der "Spaltung der Gesellschaft", sagte zudem AfD-Fraktionschef Stefan Marzischewski gegenüber dem Blatt.

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Verwendete Quellen
  • nwz.de: "Anlaufstellen für Menschen mit Impfschäden?" (kostenpflichtig)
  • Antrag der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 10. Januar 2023
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  • Patrick Schiller ist t-online Regio Redakteur in Hannover.
Von Patrick Schiller, Julian Seiferth
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