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Deutsche Bahn | Niedersachsen: Spitzenpolitiker mit Appell an Wissing


Appell an Volker Wissing
Widerstand gegen Bahn-Pläne in Niedersachsen

Von t-online, pas

09.05.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0242943554Vergrößern des BildesEin ICE fährt auf einer Bahnstrecke (Archivbild): In einem gemeinsamen Schreiben fordern mehrere Spitzenpolitiker aus der Region Hannover einen Ausbau des Bestands. (Quelle: Martin Wagner/imago images)
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Ein Schreiben von Spitzenpolitikern aus der Region Hannover fordert den Stopp des geplanten Neubaus einer Schienenstrecke in Niedersachsen. Doch wird dieser Appell Gehör finden?

Mehrere Spitzenpolitiker aus der Region Hannover haben in einem gemeinsamen Schreiben gefordert, den Ausbau des Schienennetzes in Niedersachsen unverändert zu lassen und den Neubau einer Strecke von Hannover nach Hamburg abzulehnen. Der Aufruf richtet sich an Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP). Letztendlich entscheidet der Bundestag im Rahmen einer "parlamentarischen Befassung" über die konkrete Planung.

Zu den Unterzeichnern gehören der Regionspräsident von Hannover, Steffen Krach (SPD), der Oberbürgermeister von Hannover, Belit Onay (Grüne), sowie die Bürgermeister von Burgdorf, Burgwedel, Isernhagen, Langenhagen, Lehrte, Neustadt, Wedemark und Wunstorf. Weiterhin haben die Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch (SPD), Tilman Kuban (CDU), Hendrik Hoppenstedt (CDU), Rebacca Schamber (SPD), Adis Ahmetovic (SPD), Swantje Michaelsen (Grüne), Sven-Christian Kindler (Grüne) aus der Region Hannover unterzeichnet.

Wie könnte das Bahnprojekt Hamburg–Hannover verlaufen?

Während des sogenannten Dialogforums Schiene Nord (DSN) im Jahr 2015 wurden vier mögliche Varianten festgelegt und für den Ausbau bestehender Schienen verpflichtet. Teilnehmer waren Vertreter der betroffenen Kommunen und Landkreise, Umwelt- und Verkehrsverbänden, Bürgerinitiativen sowie Wirtschaftsvertretern sowie das Land Niedersachsen, der Bund und die Deutsche Bahn AG. Doch die Deutsche Bahn hingegen sehe dies mittlerweile anders: Inzwischen sind vier Varianten geprüft worden, den Ausbau im Fernverkehr voranzutreiben. "Keine der vier Varianten entspricht dem im DSN festgelegten Ergebnis", so die Politiker.

Der Favorit der Bahn soll derzeit eine Trasse sein, die zunächst an der Autobahn 7 und dann an der Bundesstraße 3 quer durch die Lüneburger Heide verläuft, vorbei an Bergen und zwischen Munster und Soltau hindurch. Danach folgt die Strecke wieder der A7. Weitere Streckenoptionen führen gänzlich entlang der A7 bis nach Hamburg oder in Richtung Celle und dann weiter über Uelzen und Lüneburg.

Bahnstreckenneubau: Mangelhafte Kommunikation?

Im Brief an Wissing wiesen die Unterzeichner darauf hin, dass die bisherige Vorgehensweise der Bahn nicht zufriedenstellend sei: "Wir weisen darauf hin, dass die bisherige Vorgehensweise der Bahn nicht zufriedenstellend ist und kritisieren das intransparente Verfahren und die mangelhafte Kommunikation", stand in dem Brief an Wissing. Die Rahmenbedingungen der Deutschen Bahn würden nicht von allen Fachleuten geteilt werden.

Sollte sich der Bund für eine der vier neuen Varianten entscheiden, solle er das schnellstmöglich kommunizieren, fordern die Politiker weiter. Dies wäre demnach unerlässlich, um eine öffentliche Diskussion zu ermöglichen. Zudem fordern sie eine transparente Untersuchung hinsichtlich raum- und ökologischer Verträglichkeit der Strecke. Doch auch eine transparente Offenlegung der Kosten wäre wichtig.

Verwendete Quellen
  • Gemeinsame Erklärung zum Bahnprojekt Hamburg/Bremen-Hannover
  • bahn.de: "Bahnprojekt Hamburg/Bremen–Hannover"
  • Telefonische Anfrage und Anfrage per Mail an die Region Hannover
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