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Stadionvertrag mit Hannover 96: Das sagt die Stadt zur Fan-Petition


Das sagt die Stadt zur Petition gegen den Stadionvertrag

Von t-online, cch

31.05.2023Lesedauer: 2 Min.
Luftaufnahme der Heinz-von-Heiden-Arena: Der neue Vertrag soll bis zum Jahr 2096 gelten.Vergrößern des BildesLuftaufnahme der Heinz-von-Heiden-Arena: Der neue Vertrag soll bis zum Jahr 2096 gelten. (Quelle: localpic/imago images)
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Eine Faninitiative hat eine Petition gegen den neuen Stadionvertrag mit Hannover 96 eingereicht. So reagiert die Stadt darauf.

"Hannover darf sein Stadion nicht an private Investoren verscherbeln, sondern muss den Profifußball nachhaltig absichern." – So bringt einer der Unterschreiber der Petition gegen den neuen Stadionvertrag der Stadt mit Hannover 96 seine Meinung zum Ausdruck. Mit der Petition fordern knapp 3.000 Menschen, dass die Stadiongewinne direkt in den Profifußball fließen.

Das könne nur dadurch sichergestellt werden, dass der Erbpachtvertrag mit einer Stadionbetriebsgesellschaft abgeschlossen wird, die sich vollständig im Eigentum der Profifußballgesellschaft Hannover 96 befindet – anstatt mit einer privaten Investorengesellschaft.

Faninitiative überreichte Petition gegen Stadionvertrag

Die Petition ist am Dienstagabend an die Stadt übergeben worden. Die geäußerte Kritik, vermeintliche Gewinne aus dem Stadionbetrieb könnten Investoren zugutekommen anstatt der Profisparte, weist Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel zurück. "Da Gewinne aus dem operativen Betrieb des Stadions nicht entstehen, können diese auch nicht abgeschöpft werden", sagt sie.

Die Situation sei vergleichbar mit dem Betrieb anderer Stadien in Deutschland und Europa. "Aus den Jahresabschlüssen beziehungsweise Ergebniszahlen einzelner Gesellschaften innerhalb einer Holdingstruktur können keine Rückschlüsse auf den Erfolg des operativen Geschäfts gezogen werden", so Ritschel weiter.

Darüber hinaus enthalte der Vertrag Vereinbarungen, die den Stadionbetrieb und den Profisport sichern sollen. Darin ist etwa die Zweckbestimmung als "vorrangig als Spielstätte zur Austragung von Fußballspielen" festgelegt. Sollte diese nicht umgesetzt werden, könne die Stadt die Rückübertragung des Erbbaurechtes auf die Stadt oder alternativ Vertragsstrafen fordern. Damit sei es aus Sicht der Stadt ausgeschlossen, dass das Stadion von einer Gesellschaft betrieben wird, die nichts mehr mit dem Profifußball zu tun hat. Die Ziele der Petition werden somit durch den verhandelten Erbbaurechtsvertrag bereits erreicht, findet Ritschel.

Am 1. Juni wird über den Vertrag abgestimmt

Ob der Stadtrat dies genauso sieht, wird sich am 1. Juni zeigen. Dann steht der geplante Erbbaurechtsvertrag auf der Tagesordnung. Die Fraktionschefs von SPD, Grünen und FDP wollen laut einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ) für den Vertrag votieren. Auch die CDU sieht demnach die Vereinbarung als richtig an, spiele aber mit dem Gedanken, die Abstimmung zu verschieben, da sie noch Fragen habe.

Diese könnten mit der Kritik des Steuerzahlerbundes zu tun haben: Er bemängelt den niedrigen Erbbauzins von lediglich 26 Cent je Quadratmeter für das 10,5 Hektar große Stadiongelände und den Umstand, dass die Landeshauptstadt beim Profifußball den Sporterbbauzins zugrunde legt, wie er für Vereine des Breitensports gilt. Deshalb forderte der Steuerzahlerbund jüngst, dass die Stadt Hannover den beabsichtigten Erbbaurechtsvertrag durch einen unabhängigen Sachverständigen prüfen lässt.

Verwendete Quellen
  • openpetiton.de: Stadiongewinne müssen direkt in den Profifußball fließen!
  • presse.hannover-stadt.de: Pressemitteilung der Stadt Hannover vom 30. Mai 2023
  • steuerzahler.de: Pressemitteilung vom Bund der Steuerzahler vom 17. Mai 2023
  • haz.de: "Neuer Stadionvertrag mit Hannover 96: Politik will trotz Protesten zustimmen"
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