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Hannover: Linken-Politiker Jäger provoziert vor Holocaust-Denkmal


Linken-Politiker provoziert vor Holocaust-Denkmal

Von t-online, nh

Aktualisiert am 28.11.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 163058780Vergrößern des BildesBlick von oben auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin (Archivfoto): Hier zeigte sich ein Politiker mit Palästina-Fahne. (Quelle: Jürgen Held/imago images)
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Antisemitismus-Vorwürfen muss sich derzeit ein Linken-Politiker aus Hannover stellen. Ingo Jäger erntet für ein Foto aus Berlin derzeit Kritik in den sozialen Netzwerken.

Diese Aktion hat für mächtig Aufsehen gesorgt: Ingo Jäger, Linken-Politiker aus Hannover, hat sich mit einer Palästina-Flagge vor dem Holocaust-Denkmal in Berlin abgelichtet. Das Foto postete er auf seinem Instagramkanal mit der Beschreibung: "#freepalestine means fighting #antisemitism". Für die Aktion gibt es nun scharfe Kritik.

Unter anderem auf der Plattform X (vormals Twitter) wird die Aktion als "ekelhaft" bezeichnet. Viele werfen dem Politiker, der im Stadtbezirksrat Vahrenwald-List die Interessen der Linken vertritt, Antisemitismus und "Judenhass" vor.

Jäger rechtfertigt sich auf Instagram

"Welche Position auch immer jemand einnimmt, die Opfer des Massakers vom 7.10. zu verhöhnen, ist das Allerletzte", schreibt jemand. Ein anderer User kommentiert: "Der Typ beleidigt mit seiner Geste Millionen Menschen, mich eingeschlossen. Echt übel." Auch Reaktionen von Jägers Parteikolleginnen und -kollegen werden gefordert.

Unter dem Instagrambeitrag versucht Jäger, der sein Profil mittlerweile auf privat gestellt hat, sich derweil zu rechtfertigen. Ihm gehe es darum, zu zeigen, dass der Kampf gegen Antisemitismus und der Kampf für Palästina, "wo alle Menschen gleiche Rechte haben", zusammen gehören. Seine Kritiker sind sich dagegen einig: Diese Intention rechtfertige die Aktion keineswegs. Nur sehr wenige loben das Foto und Jägers Worte.

Linksfraktion kündigt Konsequenzen an

Die Linksfraktion aus Hannover hat sich mittlerweile zu dem Vorfall geäußert und distanziert sich von Jägers Post. "Der Kreisvorstand sieht mit der Veröffentlichung eine rote Linie überschritten und distanziert sich vehement von den getätigten Aussagen bzw. Beiträgen", schreiben die Linken auf ihrer Webseite. Weiter heißt es: "Den Verfasser werden wir innerparteilich auffordern, eigene sowie politische Reaktionen wie Konsequenzen zu ziehen."

In Hannover hatte es jüngst antisemitische Vorfälle an der Holocaust-Gedenkstätte in Ahlem gegeben. Unbekannte hatten dort mehrere volksverhetzende Aufkleber angebracht – so etwa an der "Wand der Namen" für die Opfer des Holocausts.

Verwendete Quellen
  • x.com: Beitrag von @th_so2
  • instagram.com: Beitrag von @_ei_jay_
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • dielinke-hannover.de: "Rote Linien wahren – Kreisverband Region Hannover distanziert sich von aktuell verbreitetem Beitrag"
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