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Ex-GZSZ-Star Mustafa Alin in Hannover verurteilt – mehrere Tausend Euro Strafe

Corona-Leugner  

Ex-GZSZ-Star Alin wegen Beleidigung und Bedrohung verurteilt

Von Leon Enrique Montero

29.10.2021, 20:56 Uhr
Ex-GZSZ-Star Mustafa Alin in Hannover verurteilt – mehrere Tausend Euro Strafe. Mustafa Alin am Donnerstag vor Gericht in Hannover: Der frühere TV-Star hatte die letzten Tage in Untersuchungshaft verbracht. (Quelle: t-online/Leon Enrique Moreno)

Mustafa Alin am Donnerstag vor Gericht in Hannover: Der frühere TV-Star hatte die letzten Tage in Untersuchungshaft verbracht. (Quelle: Leon Enrique Moreno/t-online)

In Hannover ist der frühere TV-Star wegen Beleidigung und Bedrohung verurteilt worden. Der Corona-Leugner räumte die Taten vor Gericht ein – nun muss er mehrere Tausend Euro zahlen.

Der frühere Gute Zeiten, schlechte Zeiten-Star Mustafa Alin ist von einem Gericht in Hannover zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Alin muss nun 180 Tagessätze zu je 60 Euro zahlen – insgesamt also rund 10.800 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Alin hatte in der Verhandlung am Donnerstag zuvor eingeräumt, eine Baumarkt-Mitarbeiterin ohne ihr Einverständnis gefilmt und das Ganze veröffentlicht zu haben, nachdem diese ihn auf die Maskenpflicht hinwies. Im Verlauf des Zwischenfalls habe Alin dem Marktleiter mit dem Tod gedroht. Ebenfalls räumte er ein, im August 2020 mehrere Zollbeamte in einem Instagram-Beitrag beleidigt zu haben. Dies war der Auftakt einer Reihe von Verfahren gegen ihn im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

Wem der Schauspieler schon vor seiner Zeit als Verschwörungsideologe ein Begriff war, der kannte ihn vermutlich aus der Serie "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten". Sechs Jahre lang spielte er in der Telenovela die Rolle des Mesut Yildiz.

Mustafa Alin in Hannover: Ex-GZSZ-Star in Untersuchungshaft

Von den guten Zeiten als C-Promi ist bei seinem Prozess vor dem Amtsgericht Hannover nun nicht mehr viel übrig geblieben. Die Tage vor der Verhandlung verbrachte er in U-Haft, nachdem er zum ursprünglichen Gerichtstermin am 23. September nicht erschienen war.

Mit Beginn der Corona-Pandemie teilte der 44-Jährige immer häufiger Beiträge zur “Neuen Weltordnung”, einer antisemitischen Verschwörung, oder zum “Great Reset”. In einem Beitrag meinte der Schauspieler, Bundeskanzlerin Angela Merkel plane “die Vermischung der Rassen durch Massenzuwanderung” und die “Sterilisierung der Deutschen durch Genverändernde Giftspritzen”. Inhaltlich steht Alin den Hildmanns und Naidoos dieser Nation in Nichts nach.

In einem im November veröffentlichten Video ging der Promi noch einen Schritt weiter, um die vermeintliche Pandemie-Lüge aufzudecken. Es zeigt Alin mit vorgetäuschten Beschwerden durch die Gänge einer Langenhagener Klinik irren, auf der Suche nach der Corona-Station. Der Clip brachte ihm nicht nur Aufmerksamkeit aus der Verschwörungs-Szene, sondern auch eine Ermittlung der Staatsanwaltschaft wegen eines Verstoßes gegen die Vertraulichkeit des Wortes. 

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