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Gesundheitsämter können nicht alle Kontakte nachverfolgen

Von dpa
21.01.2022Lesedauer: 2 Min.
FFP2-Maske
Eine FFP2-Maske liegt auf einem Tisch. (Quelle: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Wegen der steigenden Corona-Inzidenzen schränken erste Landkreise in Niedersachsen die Kontaktnachverfolgung ein. Wie mehrere Kreise mitteilten, schaffen es die Gesundheitsämter nicht mehr alle Kontaktpersonen einer infizierten Person anzurufen. Sie beschränken sich in betroffenen Regionen deshalb nun darauf, bestimmte Gruppen zu informieren.

Derzeit sei die Kontaktnachverfolgung schlicht nicht mehr leistbar, sagte der Hauptgesch√§ftsf√ľhrer des Nieders√§chsischen Landkreistages, Hubert Meyer, am Freitag. Die Gesundheits√§mter w√ľrden es trotz Unterst√ľtzung, etwa von der Bundeswehr, nur noch mit M√ľhe schaffen, Corona-Infizierte zu informieren. Mehrere Landkreise wiesen darauf hin, dass Kontaktpersonen von infizierten Menschen auch ohne einen Anruf des Gesundheitsamtes in Quarant√§ne m√ľssen, wenn sie noch keine Auffrischungsimpfung erhalten haben.

Im Anbetracht der Lage sei es sinnvoll, wenn sich die Gesundheits√§mter auf gef√§hrdete Menschen konzentrieren w√ľrden, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag in Hannover. Regierungssprecherin Anke P√∂rksen betonte, dass es wichtig sei, dass die Menschen ihre Kontakte auch selbst nachverfolgen.

In Goslar informiert das Gesundheitsamt laut einer Mitteilung nur noch infizierte Menschen √ľber ihren positiven PCR-Test. Dar√ľber hinaus beschr√§nkt sich die Kontaktnachverfolgung auf Menschen aus dem gleichen Haushalt sowie Kontakte aus dem Gesundheitssektor. Der Landkreis Leer teilte mit, dass Kontaktpersonen nur noch bei gr√∂√üeren Infektionsgeschehen, etwa in Kitas und Schulen sowie bei gef√§hrdeten Gruppen wie beispielsweise Altenheimbewohnern ermittelt werden.

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In Wilhelmshaven konzentriert sich das Gesundheitsamt aktuell darauf, "beim Eingang der Labormeldungen die Betroffenen schnellstm√∂glich √ľber ihre Corona-Ansteckung zu informieren", wie die Stadt am Freitag mitteilte. Das Gesundheitsamt des Landkreises Aurich betreibt bereits seit einiger Zeit Kontaktnachverfolgung nur noch in besonders gef√§hrdeten Bereichen wie Schulklassen, Kitagruppen und Pflegeeinrichtungen, wie ein Kreissprecher am Freitag mitteilte.

Im Landkreis Hameln-Pyrmont werden Menschen k√ľnftig per SMS statt telefonisch √ľber ihre Ansteckung informiert. Ihre Kontaktpersonen sollen die Erkrankten selbst benachrichtigen. In Oldenburg sind Menschen mit einem positiven PCR-Testergebnis aufgefordert, dieses selbst an das Gesundheitsamt zu schicken und ihre engen Kontakte √ľber die Infektion zu informieren.

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