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Stahlhersteller Salzgitter: "Ohne Erdgas keine Produktion"

Von dpa
01.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Salzgitter AG
Eine Mitarbeiter geht an aufgewickeltem Stahl vorbei. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern Salzgitter hat in der Debatte um die Gasversorgung in Deutschland die Bedeutung einer funktionierenden Industrie betont. "Ohne Erdgas keine Produktion von Stahl", sagte ein Firmensprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der Politik müsse klar sein, dass davon wiederum die Energieversorgung und auch die Energiewende abhingen.

Das Unternehmen in Salzgitter ist demnach schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen dabei, den Erdgaseinsatz auf ein Minimum zu beschränken. Dies sei durch den Preisanstieg im vierten Quartal 2021 ohnehin forciert worden. Teilmengen könnten durch den Einsatz von Heizöl ersetzt werden, hieß es. Vor einem Abnahme-Stopp von russischem Erdgas und langfristig belastenden Folgen für den Industriestandort hatte die deutsche Stahlindustrie bereits gewarnt.

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte am Mittwoch die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas ausgerufen - als erste von drei Stufen. Damit soll die Vorsorge für einen möglichen russischen Lieferstopp gestärkt werden. An Verbraucher und Firmen erging der Appell, nun möglichst viel Energie einzusparen. Die Bundesnetzagentur teilte am Donnerstag mit, dass die Gasversorgung in Deutschland stabil sei. Es gebe derzeit keine Beeinträchtigungen der Lieferungen nach Deutschland.

Der Autobauer Volkswagen teilte auf Anfrage mit, dass die Versorgung mit Gas für die Werke der VW AG sowie der Marken in Deutschland gesichert sei. Der Wolfsburger Konzern ist einem Sprecher zufolge aber im regelmäßigen Austausch mit den zuständigen Behörden, den Netzbetreibern und den Lieferanten, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und dann möglicherweise Maßnahmen zu treffen.

Erdgas ist nicht nur für Privathaushalte, sondern auch in zahlreichen Wirtschaftsbranchen ein bisher unerlässlicher Energierohstoff für Strom und Wärme. Oft fließen Kohlenwasserstoffe wie Methan zudem in Chemieprodukte ein. Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental erklärte: "Für stabile wirtschaftliche Rahmenbedingen ist eine verlässliche Energieversorgung eine unverzichtbare Grundlage. Die aktuelle Lage beobachten wir daher genau." Die Ausrufung der Gas-Frühwarnstufe sei ein sinnvoller Schritt, um die Bedeutung der Versorgungssicherheit für die Industrie zu unterstreichen.

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