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Fischer fangen immer weniger Fische im Bodensee

Von dpa
21.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Fischer fangen immer weniger Fische im Bodensee
Fischer Liebsch holt vor Fischbach auf dem Bodensee ein Netz ein, in dem ein Döbel ist. (Quelle: Felix KÀstle/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Den Berufsfischern am Bodensee ist im vergangenen Jahr nach derzeitigen SchĂ€tzungen nicht einmal halb so viel Fisch ins Netz gegangen wie im Schnitt der zehn Jahre zuvor. Das grĂ¶ĂŸte Problem seien die starken RĂŒckgĂ€nge bei Blaufelchen, sagte eine Sprecherin des Internationalen Bodensee-Fischereiverbands (IBF) im Vorfeld der Jahreshauptversammlung in Friedrichshafen am Samstag.

Zwar hĂ€tten die Fischer im vergangenen Jahr grĂ¶ĂŸere Mengen des Speisefischs gefangen als im bisher schlechtesten Jahr 2019. "Aber schon die ersten fĂŒnf Fangmonate im Jahr 2022 zeigen einen weiteren RĂŒckgang des Felchen-Bestandes an", sagte die Sprecherin. "Es fĂ€hrt zurzeit kaum ein Fischer zum Felchen-Fang auf den See, da es sich nicht lohnt." Die wenigen gefangenen Fische seien oft zu mager.

Die GrĂŒnde fĂŒr den RĂŒckgang bei den Fangmengen sind vielfĂ€ltig. Zum einen fĂŒhrt der niedrige Phosphatgehalt im Bodensee zu weniger Zooplankton als Nahrung fĂŒr die Felchen. Zum anderen frisst eine eingewanderte Fischart, der Stichling, seit einer explosionsartigen Vermehrung vor einigen Jahren nach Angaben des baden-wĂŒrttembergischen Landwirtschaftsministeriums immer mehr Plankton weg - und die Quagga-Muschel zieht immer mehr NĂ€hrstoffe aus dem Wasser.

Nach Ansicht der Fischer tragen auch Kormorane zu dem Problem bei. Inzwischen lebten am Bodensee etwa 900 Brutpaare in mindestens acht Kolonien, sagte die IBF-Sprecherin. "Im Sommer fressen bis zu 4000 Kormorane im See, im Winter sind es rund 1500 Vögel." Die frĂ€ĂŸen inzwischen mehr Fische als alle Fischer zusammen im Jahr fangen.

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Seit mehr als zwanzig Jahren forderten die Fischer, die Zahl der Fisch fressenden Zugvögel zu regulieren - im Zweifelsfall auch mit AbschĂŒssen. "Der Politik ist aber nichts Besseres eingefallen, als eine weitere Vorstudie zum Kormoran-Bestand in Auftrag zu geben", sagte die Sprecherin. Ergebnisse wurden bisher nicht veröffentlicht. "Der Vorgang ist noch in der Abstimmung", sagte ein Sprecher des baden-wĂŒrttembergischen Landwirtschaftsministeriums.

"Wir Berufsfischer am Bodensee fĂŒhlen uns im Stich gelassen, egal bei welcher Thematik", sagte die IBF-Sprecherin. "NĂ€hrstoffe, Stichling, Quaggamuschel - es werden Studien um Studien gemacht, um die beste Lösung zu suchen. Dadurch verstreicht wertvolle Zeit ohne Handlungen." Gerade beim Kormoran gebe es die Möglichkeit, die Tiere stĂ€rker zu bejagen, um ihre Zahl zu senken. NaturschutzverbĂ€nde lehnen das aber ab, weil die Vögel gesetzlich geschĂŒtzt sind.

Die Zukunft der Berufsfischer sehe daher "alles andere als rosig aus", sagte die Verbandssprecherin. "Wenn es so weitergeht, wird sich der Trend, dass immer mehr Fischer ihren Beruf aufgeben, fortsetzen." Derzeit hÀtten nur noch 63 Fischer am Bodensee ein Hochseepatent, also die Erlaubnis, in vollem Umfang der Fischerei nachzugehen. In den Achtzigerjahren seien es noch 180 gewesen.

Bis zum Jahr 2030 wĂŒrden zudem mindestens 20 weitere Fischer das Rentenalter erreichen, betonte die Sprecherin. Nachwuchs gebe es kaum. "Wer möchte aber seinen Kindern guten Gewissens raten, einen Beruf ohne Perspektive zu erlernen?" Ohne zukunftsfĂ€hige Strategien werde "man das Handwerk der Bodensee-Berufsfischer in nicht allzu langer Zeit nur noch im Museum betrachten können".

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