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1. FC Köln: Baumgart sauer über Modeste-Wechsel


Baumgart: "Das kotzt mich an"

Von Marc Merten

08.08.2022Lesedauer: 3 Min.
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Trainer Steffen Baumgart (l) und Spieler Anthony Modeste: Der Weggang des Franzosen macht den FC-Trainer sauer.
Trainer Steffen Baumgart (l) und Spieler Anthony Modeste: Der Weggang des Franzosen macht den FC-Trainer sauer. (Quelle: Ulrich Hufnagel/imago)
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Anthony Modeste geht: Trotzdem gewinnt der 1 FC Köln gegen Schalke 04. Doch hinterher platzt Trainer Steffen Baumgart der Kragen.

Der 7. August 2022 wird so manchem Fan des 1. FC Köln noch lange in Erinnerung bleiben. Eigentlich hatten sich die Anhänger auf einen gemütlichen Heimspieltag vorbereitet. Ausverkauftes Haus in Müngersdorf, mit dem FC Schalke 04 ein Traditionsverein am 1. Bundesliga-Spieltag zu Gast, dazu eine Mannschaft, die das Aus im DFB-Pokal wiedergutmachen wollte.

Doch es kam anders. Am Morgen sickerte durch: Anthony Modeste wechselt zu Borussia Dortmund. Mittags wurde klar, der Franzose würde nicht einmal mehr im Kader stehen. Und eine Stunde vor Spielbeginn musste der FC offiziell kommunizieren: Eine mündliche Einigung wurde zwischen den Klubs erzielt.

Kölner Not-Elf schießt Schalke ab

Statt Modeste stand ein gewisser Florian Dietz in der Startelf. Es war sein Bundesliga-Debüt. Und weil auch noch Mark Uth und Timo Hübers ausfielen, kam die Anfangsformation der Geißböcke einer Not-Elf gleich.

Doch diese Not-Elf gewann, auch dank günstiger Entscheidungen des VAR sowie einer in der Regelauslegung korrekten Roten Karten für den Ex-Kölner Dominick Drexler mit 3:1 (0:0). Ein verdienter Sieg, der sogar noch höher hätte ausfallen können. Seit 2003 gab der FC nicht mehr so viele Schüsse ab wie am Sonntag gegen Schalke (30).

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Dass dabei keiner von Modeste kam und dieser seinen Brillen-Jubel wohl nie wieder im FC-Trikot wird zeigen können, war dank des Sieges zumindest sportlich Nebensache. Verbal hingegen ging es nach dem Schlusspfiff erst so richtig los. Denn dann hatte Steffen Baumgart seine Bühne vor den Mikrofonen der Journalisten. Und der FC-Trainer ließ ordentlich Dampf ab.

"Tony hatte im Kader nichts mehr zu suchen"

"In meiner Situation als Trainer hatte ich die Arschkarte", schimpfte Baumgart. "Ich musste am Mittag eine Entscheidung treffen und einen Spieler, der gerne gespielt hätte, aus dem Kader zu nehmen. Denn ich finde: Wer den Weg nicht mehr mitgehen will, hat im Kader nichts mehr zu suchen." Modeste hätte gerne seinen Abschied vom FC auf dem Rasen gegeben. Doch er hatte die Rechnung nicht mit Baumgart gemacht.

Der hatte, genauso wie die Spieler, kurz vor dem Training am Morgen erfahren, dass der sich anbahnende Transfer medial durchgesteckt worden war. Nicht von Kölner Seite, denn die Meldung schadete den Geißböcken in diesem Moment. Baumgart vermutete die Schuldigen bei Borussia Dortmund.

"Wir wussten, dass da was läuft. Das Enttäuschende ist: Es kommt am Freitag nicht raus, es kommt am Samstag nicht raus, wenn die andere Mannschaft spielt. Sondern es kommt erst raus, wenn wir spielen. Das kotzt mich an."

Montag wird der Transfer finalisiert

Einmal in Fahrt, legte Baumgart gleich nach: "Wir sind wenige Stunden vor dem Spiel in eine schwierige Situation gekommen. Es hat etwas mit Fairplay zu tun, dass man es weiter unter dem Deckel hält und nicht großkotzig daherredet."

Klare Worte in Richtung Dortmund! Baumgart war bedient, doch am Ende war es gut gegangen. Die drei Punkte beruhigten die Fans, aber auch die Mannschaft und das Trainerteam. Mit dem ersten Sieg lässt es sich leichter auf die Zeit nach und ohne Modeste blicken.

Am Montag sollen die letzten Details geklärt werden. Die mündliche Einigung muss in Transferverträge gegossen werden. Fünf Millionen Euro soll der FC für den 34-Jährigen kassieren. Modeste wiederum soll über fünf Millionen Euro Jahresgehalt verdienen. Dafür wird der Franzose am Montag noch eine sportmedizinische Untersuchung über sich ergehen lassen müssen. Dann sollen die Verträge unterzeichnet und der Transfer offiziell verkündet werden.

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Verwendete Quellen
  • Beobachtungen und Analysen vom GEISSBLOG
Hintergrund zum Beitrag

Marc L. Merten gründete 2015 den GEISSBLOG.KOELN. Die unabhängige Onlinezeitung informiert die Fans des 1. FC Köln über alles rund um die Geißböcke. Merten studierte Journalismus in Fribourg und arbeitete anschließend als Sportredakteur für t-online.de. Später berichtete er für die Abendzeitung München über den TSV 1860, ehe er für den GEISSBLOG in seine Heimatstadt Köln zurückkehrte.

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