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Prozess um Lynch-Mord in Köln: Mitglied von Großfamilie vor Gericht


Lynch-Mob tötete Mann in Köln
Mord mit Hammer und Messer: Mitglied von Großfamilie vor Gericht

Von dpa, t-online, fe

23.11.2022Lesedauer: 2 Min.
imago images 164790532Vergrößern des BildesEin Hammer (Symbolbild): Die Täter sollen auf das Opfer mit einem Hammer eingeschlagen haben. (Quelle: imago-images-bilder)
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Im Frühjahr wurde ein Mann in Höhenberg auf der Straße zu Tode geprügelt. Die Täter stammen aus einer Großfamilie, gegen ein Mitglied wird nun verhandelt.

Im März dieses Jahres spielten sich auf der Bamberger Straße in Köln-Höhenberg unglaubliche Szenen ab: 30 Personen umzingelten einen Smart am helllichten Tat und schlugen im Anschluss auf das Opfer ein. Mehr als zwei Wochen lang versuchten die Ärzte im Krankenhaus, das Leben des 37-jährigen Opfers zu retten. Vergeblich, der Mann starb an multiplem Organversagen und einem Hirnschaden.

Am Mittwoch hat vor dem Kölner Landgericht der Prozess gegen einen der Beteiligten begonnen. Dem 31 Jahre alten Mann wird gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen. Der Beschuldigte stammt aus einer Großfamilie, auch die anderen mutmaßlichen Täter sind dem Kreis der Familie zuzuordnen. Gemeinsam sollen die Verwandten das Auto des Opfers eingekesselt und dann zunächst das Fahrzeug mit Schlägen und Tritten traktiert haben.

Mit dem Hammer geschlagen, mit dem Messer zugestochen

Der angegriffene Mann wollte flüchten, befreite sich aus seinem Wagen. Dann aber stürzten sich die Täter auf ihn und schlugen auf den Mann ein. Dabei soll auch ein Hammer zum Einsatz gekommen sein, der 31-jährige Angeklagte und seine Mittäter sollen zudem mit einem Messer auf ihr Opfer eingestochen haben. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur in Berufung auf eine Sprecherin des Landgerichts.

So schockierend wie die Tat selbst gestaltet sich dabei auch das Motiv der brutalen Schläger. Hintergrund soll nämlich ein Streit zwischen der Familie des Opfers und der Großfamilie gewesen sein, die ihn schließlich tötete. Der Bruder des Opfers soll im Vorfeld der Bluttat ein Video in den sozialen Netzwerken geteilt haben, in dem er die Familie des Angeklagten beleidigte. Um die Familienehre wieder herzustellen, griffen die Beleidigten dann das spätere Opfer an.

Niedere Beweggründe und Heimtücke

Wie der "Express" berichtet, werden als Mordmerkmale niedere Beweggründe und Heimtücke angenommen. "Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, mit seiner Familie beschlossen zu haben, den Geschädigten allein aufgrund seiner Familienzugehörigkeit zu töten. Hieran sollten sich alle Mitglieder der Großfamilie des Angeklagten beteiligen", zitiert der "Express" eine Gerichtssprecherin.

Der Prozess wird mit neun Verhandlungstagen und bis zum 22. Dezember 2022 angesetzt. Insgesamt wird jedoch gegen 30 Beteiligte ermittelt. Nach vielen Mitgliedern der Großfamilie wird aktuell noch gefahndet, "sie sind international zur Festnahme ausgeschrieben", so der "Express". "Es ist davon auszugehen, dass sie sich ins Ausland abgesetzt haben."

Verwendete Quellen
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