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Köln: Betrügerin soll 600.000 Euro an Corona- und Fluthilfen ergaunert haben


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Frau soll Corona- und Fluthilfen ergaunert haben

Von dpa
Aktualisiert am 05.12.2022Lesedauer: 1 Min.
Eine Ausgabe der Strafprozessordnung liegt in einem Gerichtssaal
Eine Ausgabe der Strafprozessordnung. Im elftägigen Prozess vor dem Kölner Landgericht geht es um über 600.000-Euro. (Quelle: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Eine mutmaßliche Betrügerin soll neben Pandemie- und Hochwasserhilfen auch Kurzarbeitergeld abkassiert haben. Für Arbeitnehmer, die es gar nicht gab.

Die 58-Jährige soll sich durch Subventionsbetrug knapp 618.000 Euro verschafft haben – unter anderem aus Pandemie- und Hochwasserhilfen. Seit Montag läuft der Prozess gegen die Frau vor dem Kölner Landgericht, unter anderem wegen gewerbsmäßigen Betrug zwischen März 2020 bis April 2022. Beim Auftakt bestritt die Angeklagte die Vorwürfe.

Laut Anklageschrift soll die Frau zunächst unberechtigt Corona-Soforthilfen bei den Bezirksregierungen in Köln und Düsseldorf beantrag haben. Dabei habe sie eine Vielzahl von Anträgen mit einem "Volumen von über einer Million Euro" gestellt. Mit dem so erlangten Geld habe sie "weitgehend den Lebensunterhalt der Familie" bestritten, hieß es in der Anklageschrift – auch wenn nicht alle Anträge bewilligt worden seien.

Komplexes Lügengebäude zerfällt

Zur Erlangung der Gelder habe die Frau dabei ein "komplexes Lügengebäude" errichtet. Zu den weiteren Vorwürfen zählt unter anderem, dass die 58-Jährige auch Kurzarbeitergeld von der Bundesagentur für Arbeit für nicht existente Arbeitnehmer beantragt und auch bekommen haben soll. Auch aus den Hochwasserhilfen, die nach den Überflutungen durch Starkregen im Juli 2021 aufgelegt worden waren, soll sie unberechtigt einen Gesamtbetrag von 17.500 Euro erhalten haben.

Die Anklage geht von Mittätern aus. Der Prozess ist mit weiteren elf Verhandlungstagen bis Ende Januar 2023 terminiert.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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