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Abitur in NRW – Lehrerverband empört über Technikpanne: "Horrorszenario"


Lehrerverband zu Abi-Panne: "Holt die Faxgeräte wieder raus"


Aktualisiert am 19.04.2023Lesedauer: 2 Min.
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Abitur in Baden-WürttembergVergrößern des Bildes
Eine Schülerin an der Tafel (Symbolbild): Die technische Störung sorgte in NRW für Unmut. (Quelle: picture alliance/dpa/Archivbild/dpa-bilder)

Die für Mittwoch angesetzten Abiturprüfungen in NRW mussten wegen einer Panne verschoben werden. Für den Lehrerverband ist das ein "Horror-Szenario".

Die Schülerinnen und Schüler in NRW stecken mitten in der Prüfungsphase, heute sollten die Klausuren in den Fächern Biologie, Chemie, Ernährungslehre, Informatik, Physik und Technik auf dem Plan stehen. Am Dienstag dann aber das Desaster: Durch eine technische Störung konnten die Schulen die Prüfungsunterlagen nicht herunterladen, die Klausuren mussten auf Freitag verschoben werden.

Für Andreas Bartsch, Präsident des Nordrhein-Westfälischen Lehrerverbands (NRWL), war es nach eigenen Angaben "ein Horrornachmittag". Die Unterlagen sollten demnach ab 12 Uhr zum Download bereitstehen, dann trudelten die ersten Meldungen über Probleme ein. "Wir hatten mit dem System seit Jahren überhaupt keine Probleme", erklärt Bartsch im Gespräch mit t-online. Durch eine Änderung des Systems aber sei der Zugang zu den Unterlagen bei den meisten Schulen nicht möglich gewesen. Nur bei "einigen wenigen" hätte der Vorgang funktioniert.

Panne hat "zu großem Unmut geführt"

"Es hieß, dass das Problem bis 17.30 Uhr gelöst sein sollte, dann sollte es 19.30 Uhr funktionieren", schildert Bartsch. Aber auch da war die Panne noch nicht behoben. Die Aufregung unter den Schülern, Lehrkräften und Eltern stieg. "Das hat natürlich zu einem großen Unmut geführt, so der Präsident des NRWL, "die Schüler waren in heller Aufregung und konnten sich nicht erklären, was los war."

Aber auch Schulleiter hätten sich darüber beschwert, dass es keinen Probedurchlauf des neuen Systems in den Ferien gab. "Wenn etwas verändert wird, muss man das natürlich vorab testen", meint auch Andreas Bartsch.

"So etwas darf nicht passieren"

Eine solche Panne dürfe nicht passieren, unterstreicht er, sei im digitalen Zeitalter aber leider nun einmal möglich. "Ich habe schon gesagt: Holt die Faxgeräte wieder raus, damit wir doch noch an die Unterlagen kommen und die Schüler ihre Prüfungen schreiben können." Diese hätten schließlich in den vergangenen Wochen auf die Prüfungsphase hingefiebert, die Anspannung sei da ohnehin schon groß. "Dass dann Klausuren verschoben werden müssen, ist für die Schüler natürlich hart", so Bartsch.

Nun werden die Jugendlichen am Freitag zu den Abiturprüfungen in den betroffenen Fächern antreten müssen. Ausgerechnet, an jenem Tag, für die die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) einen bundesweiten Streik bei den Bahnen angekündigt hat. "Das kommt jetzt noch dazu", sagt Bartsch. "Aber die Prüfung auf die nächste Woche zu verschieben, wäre auch nicht akzeptabel gewesen."

Verwendete Quellen
  • Gespräch mit Andreas Bartsch
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