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Dürener Traditionsunternehmen möchte Olaf Scholz mit Plakat provozieren


Nicht zum ersten Mal
Dürener Traditionsunternehmen will Scholz mit Plakat provozieren

Von t-online, pb

Aktualisiert am 23.08.2023Lesedauer: 2 Min.
Olaf Scholz bei einem Termin in Berlin (Archivfoto): Seine Fahrt durch NRW will ein Unternehmen am Dienstag für sich nutzen.Vergrößern des BildesOlaf Scholz bei einem Termin in Berlin (Archivfoto): Seine Fahrt durch NRW will ein Unternehmen am Dienstag für sich nutzen. (Quelle: Jürgen Heinrich)
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Große Buchstaben, große Bilder – und eine wütende Botschaft. Ein Unternehmer will den Kanzler bei seiner Reise durchs Land erreichen.

Bundeskanzler Olaf Scholz soll die Wut des Firmenchefs an diesem Dienstag zu lesen bekommen – so hofft es laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge zumindest der Firmenchef von "Carl Krafft & Söhne". Der Inhaber des traditionsreichen Walzenherstellers aus Düren hat ein großflächiges Plakat an der Fassade des Traditionsunternehmens aufhängen lassen, berichtet das Blatt.

Darauf sind Scholz und einige Mitglieder seines Kabinetts abgebildet – dazu heißt es: "Man sagt, es sei die schlechteste Regierung Europas." Zu sehen sind SPD- und Grünen-Ministerinnen und Minister, das Personal der an der Ampel ebenfalls beteiligten FDP hat Michael Hess dagegen nicht abbilden lassen.

Wieso, sagte er der "Bild"-Zeitung nicht, dafür aber, dass Scholz "ein schweigsamer Kanzler" sei, "der die Realität negiert, sich seine eigene kleine Welt zusammenträumt und sich im Zweifel nicht erinnern kann."

Frust bei Traditionsunternehmer wegen Eklat im Kabinett

Jüngster Kern für die Wut des Firmenchefs sei der Streit in der Ampel um das sogenannte "Wachstums-Chancengesetz" von FDP-Finanzminister Christian Lindner, das die grüne Familienministerin Lisa Paus zuletzt im Kabinett überraschend blockiert hatte. Damit hätten Unternehmen milliardenschwere Steuersenkungen erhalten. Nach Medienberichten fordert Paus von Lindner zuerst die Zusage höherer Mittel für die von ihr geplante Kindergrundsicherung.

Der Traditionsunternehmer Hess, seine heutige Firma hat ihre Ursprünge in den 1870er-Jahren, hat bereits erste Erfahrung mit aufmerksamkeitsheischenden Plakaten gegen die Bundesregierung gesammelt: Auf Facebook hatte das Unternehmen Anfang Juni für Aufsehen gesorgt, als der Unternehmer ein großes Plakat an seiner Firma präsentiert hatte, das die grünen Spitzenpolitiker Robert Habeck und Annalena Baerbock als Clowns verunglimpft hatte.

Der Beitrag wurde tausendfach gelikt und kommentiert. Auf Facebook schrieb Hess damals, dass er es mit seinem Unternehmen als seine Pflicht erachte, sich politisch zu betätigen, "insbesondere, wenn gravierende Fehlentwicklungen drohen."

Bundeskanzler Scholz besucht an diesem Dienstagnachmittag ein Treffen zum Strukturwandel im rheinischen Revier im Dürener Rathaus. Zuvor will er zwei Unternehmen besuchen, die sich um einen Windkraftpark und die Entwicklung neuer Antriebslösungen für die Automobilindustrie kümmern.

Für den Unternehmer Hess hat das Kanzleramt laut Protokoll keine Zeit eingeplant.

Verwendete Quellen
  • "Bild"-Zeitung, 22.08.2023, Kölner Ausgabe
  • bundeskanzler.de: Terminkalender von Olaf Scholz
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