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Köln: Mann nach Rocker-Mord festgenommen – Tod wegen 5000 Euro?


Wurde hier ein Mann wegen 5.000 Euro erschossen?

Von t-online, pb

Aktualisiert am 25.09.2023Lesedauer: 2 Min.
Tatort des Rockermords im Böcking-Park (Archivfoto): Seit Ende Mai sind die Schützen auf der Flucht.Vergrößern des BildesTatort des Rocker-Mords im Böcking-Park (Archivfoto): Seit Ende Mai sind die Schützen auf der Flucht. (Quelle: Sascha Thelen)
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Die Hinrichtung eines früheren Rockers in einem Kölner Park ist bis heute nicht geklärt. Aber nun haben die Ermittler einen ersten Tatverdächtigen festgenommen.

Beim Auftraggeber des Kölner Rocker-Mords von Ende Mai im Stadtteil Mülheim soll es sich laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung um einen Bruder des früheren Präsidenten des umstrittenen "Hells Angels"-Rocker-Charters "Rhine Area" handeln.

Demnach soll der 27-Jährige, der am Freitag von der Polizei wegen des Verdachts der Anstiftung zum Mord festgenommen worden war, den Tod des 35-jährigen Ex-"Hells-Angels" angeordnet haben, weil dieser ihm 5.000 Euro Schulden nicht zurückgezahlt hatte.

Eren Y. war am 27. Mai von zwei Männern, die Ermittler ebenfalls dem Rocker-Milieu zurechnen, im Mülheimer Böckler-Park erschossen worden. Die Männer sind auf Flucht, haben sich wohl in der Türkei vor einem internationalen Haftbefehl, der auf sie ausgestellt wurde, versteckt.

Laut der Boulevardzeitung kamen die Ermittler nun dem 27-jährigen Drahtzieher des Mordes auf die Schliche, nachdem sie Telefonate der Rocker abgehört hatten, in denen diese den Kölner als mutmaßlichen Anstifter benannt hatten.

Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa hatte sich eine Polizeisprecherin am Freitag zum möglichen Tatmotiv des in Untersuchungshaft sitzenden Mannes wegen der laufenden Ermittlungen nicht äußern wollen.

Brutale Bedingungen im "Rhine Area"-Charter

Bei der Attacke im Mai war auch die 28-jährige Lebensgefährtin des Mordopfers lebensgefährlich verletzt worden. Sie hatte ein Schuss in den Hals- und Kieferbereich getroffen. Eine Not-OP rettete ihr Leben.

Die 28-Jährige war nach den Schüssen zunächst schwer blutend zum Biergarten eines Mülheimer Brauhauses gelaufen, wo Kellner versuchten, ihre Blutungen zu stoppen. Die schwerverletzte Frau berichtete, dass sie und ihr Freund sich am späteren Tatort mit zwei Männern unterhalten hätten, als ein dritter hinter sie getreten sei – und urplötzlich das Feuer eröffnet habe.

Berichten zufolge war der 35-Jährige Eren Y. zunächst noch zu Fuß geflohen. Nach etwa 100 Metern hätten ihn seine mutmaßlichen Mörder aber eingeholt und mit einem Schuss in den Kopf getötet.

Das mittlerweile aufgelöste Charter "Rhine Area" war in der Rocker-Szene in Nordrhein-Westfalen für seine Brutalität bekannt: Der frühere Präsident des Klubs soll in einer Art Folterkeller im Stadtteil Mülheim mehrere Mitglieder seiner Ortsgruppe brutal misshandelt haben. Unter den malträtierten Männern war laut einem Medienbericht auch das spätere Mordopfer vom Böcking-Park, der die Gruppe schließlich verlassen hatte.

Verwendete Quellen
  • bild.de (kostenpflichtig): Gab dieser Boxer die Kölner Rocker-Hinrichtung in Auftrag?
  • Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa
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