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Stadt Köln empfiehlt: Schüler sollen Zeugnisse persönlich abholen

Köln empfiehlt trotz Corona-Regeln  

Schüler sollen ihre Zeugnisse persönlich abholen

27.01.2021, 10:59 Uhr | t-online

Stadt Köln empfiehlt: Schüler sollen Zeugnisse persönlich abholen. Ein Schulzeugnis (Symbolbild): In Köln empfiehlt die Stadt, die Abschlusszeugnisse persönlich abzuholen. (Quelle: imago images/Schöning)

Ein Schulzeugnis (Symbolbild): In Köln empfiehlt die Stadt, die Abschlusszeugnisse persönlich abzuholen. (Quelle: Schöning/imago images)

Die Zeugnis-Übergabe für Kölner Schülerinnen und Schüler steht an. Trotz Pandemie empfiehlt die Stadt, diese persönlich zu realisieren, da das Porto für den Postweg zu teuer werde. An mehreren Schulen zeigt man sich besorgt.

Auch unter Pandemiebedingungen müssen Zeugnisse verteilt werden. In Köln ist es am Freitag für mehr als 100.000 Schülerinnen und Schüler soweit. Trotz Kontaktreduzierung im Lockdown empfiehlt die Stadt, die Übergabe persönlich zu realisieren, da das Porto für die postalische Versendung der Originalzeugnisse zu teuer würde. In einigen Schulen wird Kritik laut. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". 

Bildungsministerin Yvonne Gebauer hatte es ins Ermessen jeder einzelnen Schule gestellt, wie die Halbjahreszeugnisse an die Schüler gebracht werden: entweder durch persönliches Abholen, auf dem Postweg oder elektronisch übermittelt mit späterer Aushändigung des Originals.

Stadt Köln empfiehlt die persönliche Zeugnis-Abholung

Die Empfehlung der Stadt Köln als Schulträger war dagegen eindeutig: Die Verwaltung riet den öffentlichen Schulen zu einer persönlichen Aushändigung vor Ort. Postzustellungen solle es nur in Ausnahmefällen geben und gegen den elektronischen Versand gebe es datenschutzrechtliche Bedenken.

"Ich halte das für ein Unding, dass die Stadt mitten im Lockdown empfiehlt, dass sich 100.000 Schülerinnen und Schüler am Freitag in die Bahnen quetschen, um ihre Zeugnisse abzuholen. Wo doch dringend empfohlen wird, die Kontakte einzuschränken", wird ein anonymer Kölner Gesamtschullehrer zitiert.

Mehrere Schulen entwickeln Corona-konforme Übergabemodelle

Schulen wie die Gesamtschule Holweide haben sich für ein Mischmodell entschieden. "Der erste Impuls war, die Schüler in jedem Fall alle gestaffelt kommen zu lassen", wird die Schulleiterin Christa Dohle zitiert. Das Bedürfnis, nach der langen Zeit alle zumindest einmal kurz zu sehen, sei bei den Lehrern sehr groß.

Aus Infektionsschutzgründen hat man sich dort nun für ein dreiteiliges Modell entschieden: Die Abschlussklassen – also die neunten und zehnten Klassen – kommen gestaffelt an zwei Tagen mit einem festen Einzeltermin im Zehn-Minuten-Abstand, um ihre Zeugnisse abzuholen. Andere Jahrgänge bekommen per Post eine Kopie des Zeugnisses zugeschickt, zwei Jahrgängen wird die Bewertung digital mit speziellem Datenschutz versehen übermittelt.

In Kalk in der Katharina-Henoth-Gesamtschule wolle auch Schulleiter Martin Süsterhenn nach Rücksprache mit seinem Team nicht auf den persönlichen Kontakt verzichten: "Uns ist wichtig, dass zumindest ganz kurz an jeden Schüler ein nettes, anerkennendes Wort gerichtet wird. Gerade in dieser so schwierigen Situation und angesichts der Tatsache, dass viele von unseren Schülern gerade unter sehr schwierigen Bedingungen lernen müssen." Daher werden die Zeugnisse mit Abstand über die Fenster und Schulhöfe vergeben. Ähnlich werde auch am Gymnasium Rodenkirchen verfahren.

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