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Köln: Erzbischof Woelki "sehr erschrocken" über Missbrauchsgutachten


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Erzbischof Woelki zeigt sich "sehr erschrocken"

Von dpa
21.03.2021Lesedauer: 1 Min.
Rainer Maria Kardinal Woelki (Archivbild): Der Erzbischof von Köln hat sich im Domradio zum am Donnerstag veröffentlichten Gutachten zu Wort gemeldet.
Rainer Maria Kardinal Woelki (Archivbild): Der Erzbischof von Köln hat sich im Domradio zum am Donnerstag veröffentlichten Gutachten zu Wort gemeldet. (Quelle: Günther Ortmann/imago-images-bilder)
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In einem Radiobeitrag hat sich Kölns Erzbischof Woelki zum veröffentlichten Missbrauchsgutachten geäußert. Er sei "sehr erschrocken" über die Ergebnisse, äußerte sich jedoch nicht zu eigenem Fehlverhalten.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat sich "sehr erschrocken" über die Ergebnisse des am Donnerstag vorgestellten Missbrauchsgutachtens geäußert. "Was ist da bloß passiert, dass damals Priester, Verantwortliche, Christen sich mehr um den Ruf der Kirche gekümmert haben, als um das Leid der Betroffenen?", fragte Woelki in einem am Sonntag veröffentlichten Beitrag für das Kölner Domradio, das der Eigensender des Erzbistums Köln ist. "Wie konnte es dazu kommen, dass Mitgefühl, dass Empathie fehlte? Dass noch bis vor wenigen Jahren Täter besser wegkamen, und ihre Opfer nicht beachtet wurden?"

Die Gutachter hatten den Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Priester untersucht und dabei vielfältige Vertuschung offen gelegt. Die Ergebnisse würden ihm "für immer tief eingebrannt eine Mahnung" sein, versicherte Woelki. Zu einem möglichen eigenen Fehlverhalten äußerte sich der Erzbischof Kölns jedoch nicht.

Neben vielen anderen Konsequenzen, die er aus dem Gutachten ziehen werde, wolle er seinen Teil dazu beitragen, dass man im Erzbistum miteinander im Gespräch bleibe. Es gelte, gemeinsam um den richtigen Weg zu ringen, "denn es kann nicht mehr so bleiben wie es war", sagte Woelki. Das Gutachten sei kein Abschluss, sondern markiere so etwas wie einen Neubeginn.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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