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Köln: Kampf gegen Ungläubige? Ärger um Vers in Ditib-Moschee


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Kampf gegen Ungläubige? Ärger um Vers in Moschee

Von dpa
Aktualisiert am 12.06.2021Lesedauer: 1 Min.
Die Ditib-Zentralmoschee in Köln: Eine Kalligrafie in dem Gebäude ist in der Kritik.
Die Ditib-Zentralmoschee in Köln: Eine Kalligrafie in dem Gebäude ist in der Kritik. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)
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Ein im Gebetssaal der Ditib-Zentralmoschee in Köln geschriebener Vers könnte als als Kampfaufruf gegen Andersgläubige gedeutet werden – das sorgt bei Muslimen für Kritik.

Eine Kalligrafie in der seit 2017 genutzten Kölner Ditib-Zentralmoschee stößt einem Medienbericht zufolge bei einigen Muslimen auf Kritik. Im Gebetssaal sei in arabischer Sprache der 286. Vers der zweiten Koran-Sure kalligrafisch widergegeben, den man als Kampfaufruf gegen Andersgläubige deuten könne, zitiert die "Welt" (Samstagausgabe) unter anderem den CDU-Bundestagskandidaten Ali Ertan Toprak.

Die Kalligrafie sei "als Kampfansage an das friedliche Miteinander in Deutschland" zu sehen, sagte Toprak, der Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände und auch der Kurdischen Gemeinde in Deutschland ist.

Laut "Welt" lautet der Vers mehreren Übersetzern zufolge: "Du bist unser Schutzherr. So verhilf uns zum Sieg über die Ungläubigen". Auch Islamwissenschaftler bestätigten demnach, die Übersetzung mit "Sieg" und "Ungläubige" sei wortgetreu.

Die Ditib sagte der Zeitung hingegen, der Kontext des Verses zeige, dass es nicht um "Kampf" gehe. Es handele sich um ein "Bittgebet", in dem Gottes Hilfe erfleht werde gegen "Versuchungen" und auch gegen "Zweifler, die einen vom Glauben abbringen können."

Die Türkische-Islamische Union Ditib ist wegen ihrer Abhängigkeit von der Religionsbehörde Ditib in Ankara umstritten, die dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan untersteht.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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