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Köln: Hohe Strafen für Falschparker, die Rettungskräfte blockieren gefordert

Behinderung von Rettungskräften  

Stadtdirektorin Blome fordert saftiges Bußgeld für Falschparker

28.07.2021, 14:02 Uhr | t-online

Köln: Hohe Strafen für Falschparker, die Rettungskräfte blockieren gefordert. Ein parkendes Auto blockiert einen Rettungsweg (Symbolbild): Für solche Vergehen forderte die Kölner Stadtdirektorin Andrea Blomen deutlich höhere Geldbußen. (Quelle: imago images/Marius Schwarz)

Ein parkendes Auto blockiert einen Rettungsweg (Symbolbild): Für solche Vergehen forderte die Kölner Stadtdirektorin Andrea Blomen deutlich höhere Geldbußen. (Quelle: Marius Schwarz/imago images)

Wer mit seinem abgestellten Auto Rettungswege blockiert, zahlt aktuell nur 35 Euro – viel zu wenig, sagte die Kölner Stadtdirektorin Andrea Blome bei einer Kontrollfahrt mit der Feuewehr. Sie plädierte für einen "deutlich dreistelligen Betrag".

2,50 Meter breit sind die Löschwagen der Kölner Feuerwehr – zu breit für manch eine Straße, wenn Autos diese illegal zuparken. Aktuell kommen Falschparker, die Rettungswege blockieren oder Rettungskräfte damit sogar behindern relativ günstig weg: Für das Parken in Rettungswegen werden 35 Euro fällig, werden Rettungsfahrzeuge behindert, kostet es 65 Euro.

Mit einer geplanten Novelle der Straßenverkehrsordnung soll es voraussichtlich im September ein Bußgeld von bis zu 100 Euro geben – doch für Stadtdirektorin Andrea Blome ist auch das noch zu niedrig. Sie würde sich für eine Anhebung "deutlich in den dreistelligen Betrag" einsetzen, sagte sie am Rande einer Kontrollfahrt mit der Feuerwehr, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". "Durch das Zuparken verhindert man die eigene Rettung und die der anderen", zitiert sie die Zeitung weiter.

15-Jähriger starb womöglich wegen Falschparkern

Wenn Menschenleben in Gefahr seien, würde man kleine Schäden an geparkten Autos in Kauf nehmen, und sich einen Weg mit den großen Feuerwehrwagen bahnen, sagte Feuerwehrsprecher Christian Heinisch. Aber dies sei nicht immer möglich. Im Dezember 2000 sei so ein 15-Jähriger bei einem Brand in Nippes gestorben – auch weil der Feuerwehr bei der Anfahrt wegen Falschparkern wertvolle Zeit verloren ging.

In den anderen Fraktionen fand Blome mit ihrer Forderung Anklang – die FDP hielt den Vorschlag für angemessen, CDU-Chef Bernd Petelkau begrüßte für seine Partei es, dass Blome "alle Mittel ausschöpfen möchte, damit die Retter freie Fahrt haben". Auch Vertreter von Grünen und SPD sprachen sich für das harte Ahnden von solchen Vergehen aus. Viel ausrichten kann die Stadt in der Frage allerdings nicht: Die fälligen Beträge regelt deutschlandweit die Straßenverkehrsordnung.

Verwendete Quellen:

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