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Gefährliche Infektion: Sechs Affen im Münchner Zoo eingeschläfert


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Sechs Affen im Tierpark Hellabrunn eingeschläfert

Von t-online, Jel

02.12.2022Lesedauer: 2 Min.
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Ein Drill-Affe (Symbolbild): Sechs der seltenen Tiere sind nicht von der Infektion betroffen und werden streng überwacht. (Quelle: Matthias Graben/imago images)
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Im Tierpark Hellabrunn in München mussten sechs Primaten eingeschläfert werden. Die gefährliche Infektion gibt Rätsel auf.

"Ein schwarzer Dienstag" – so beginnt die Mitteilung des Münchner Tierparks. Am Dienstag hat ein Tierärzte-Team sechs der zwölf Drill-Affen im Zoo eingeschläfert. Die Entscheidung sei aus Tierschutzgründen unumgänglich gewesen, heißt es seitens des Zoos.

Bei sechs Tieren der seltenen Art haben Tierärzte fortgeschrittene Organveränderungen, vor allem in Leber und Lunge gefunden. Diese Symptome sind die Folge einer Fuchsbandwurm-Infektion. Der schnelle Krankheitsverlauf und die Schwere der Erkrankung habe das Tierärzte- und Tierpfleger-Team überrascht, heißt es in der Mitteilung des Tierparks.

Außerdem ist unklar, wie die Tiere sich infiziert haben, denn eine Übertragung des Fuchsbandwurm-Erregers ist weder von Affe zu Affe noch von Menschen auf Affen oder von Affen auf Menschen möglich. Aktuell werde intensiv untersucht, wie, wann und worüber sich die Tiere mit dem Erreger infiziert haben könnten.

Affen eingeschläfert: Der Fuchsbandwurm ist auch für Menschen gefährlich

Andere Primaten des Tierparks sind nicht betroffen und auch für Besucher besteht keine Gefahr, teilt der Tierpark mit. Die sechs überlebenden Drills werden streng überwacht.

Der Fuchsbandwurm ist in Deutschland weit verbreitet. Seine Eier sind mikroskopisch klein und extrem kälteresistent. Die Übertragung auf empfängliche Tierarten erfolgt durch den Verzehr von mit Fuchsbandwurm-Eiern kontaminierten Nahrungsmitteln. Zwischenwirte sind kleine Nagetiere, in deren inneren Organen die Larven wachsen, sich vermehren und von Füchsen aufgenommen werden, wenn sie diese infizierten Tiere fressen.

Menschen können sich ebenfalls infizieren, indem sie beispielsweise gesammelte Pilze oder Früchte essen, die mit Eiern des Fuchsbandwurmes aus dem Kot von Füchsen in Berührung gekommen sind. Eine weitere Möglichkeit sich zu infizieren ist durch den Kot der eigenen Haustiere. Der Zoo empfiehlt unter seiner Mitteilung deshalb, Haustiere regelmäßig zu entwurmen und gründliches Händewaschen.

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Verwendete Quellen
  • Mitteilung des Tierparks Hellabrunn vom 30.11.2022
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