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München: Raser nach Tod von 14-Jährigem zu lebenslanger Haft verurteilt

Rote Ampeln ignoriert  

Raser nach Tod von 14-Jähriger in München wegen Mordes verurteilt

23.03.2021, 18:16 Uhr | dpa

München: Raser nach Tod von 14-Jährigem zu lebenslanger Haft verurteilt. Der wegen Mordes angeklagte 35-Jährige steht vor Prozessbeginn im Landgericht im Gerichtssaal: Er muss wegen Mordes lebenslang ins Gefängnis. (Quelle: dpa/Hoppe)

Der wegen Mordes angeklagte 35-Jährige steht vor Prozessbeginn im Landgericht im Gerichtssaal: Er muss wegen Mordes lebenslang ins Gefängnis. (Quelle: Hoppe/dpa)

Im Mordprozess um einen tödlichen Raserunfall in München ist das Urteil gesprochen worden. Der Angeklagte muss wegen Mordes lebenslang in Haft.

Im Prozess um einen tödlichen Raserunfall in München ist der Angeklagte wegen Mordes und vierfachen Mordversuchs zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das entschied das Landgericht München I am Dienstag. Außerdem wurde die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt angeordnet. Die Vorsitzende Richterin Elisabeth Ehrl sprach von einem tragischen Abend, traumatischen Erlebnissen und "Sekunden oder Zehntelsekunden, die über Leben und Tod entschieden". Der Angeklagte nahm das Urteil regungslos und mit gesenktem Blick entgegen.

Der inzwischen 35-Jährige aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen war am 15. November 2019 kurz vor Mitternacht auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle auf der Gegenfahrbahn durch die Stadt gerast. Er soll geflohen sein, weil er unter Drogeneinfluss stand, damit gegen Bewährungsauflagen verstieß und Angst hatte, ins Gefängnis zu kommen.

Raser ignorierte rote Ampeln

Nach Angaben der Ermittler ignorierte er mehrere rote Ampeln und erfasste – nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit mehr als 120 Kilometern in der Stunde – zwei 14 und 16 Jahre alte Jugendliche, die gerade die Straße überquerten. Der 14-Jährige starb, der 16-Jährige wurde schwer verletzt.

"Für das, was passiert ist, habe ich keine Worte", hatte der Angeklagte zu Beginn des Prozesses über seine Verteidigerin ausrichten lassen. "Schock, Schuldgefühle, Selbstmordgedanken" empfinde er. "Heute kann ich sagen, dass ich die Gefahr vollkommen unterschätzt und mich überschätzt habe."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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