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Tödlicher Unfall am Gardasee: Prozessbeginn am 10. November


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Tödlicher Unfall am Gardasee: Prozessbeginn am 10. November

Von dpa
29.09.2021Lesedauer: 2 Min.
Forensiker begutachten den Schaden an einem Boot
Italienische Forensiker begutachten den Schaden an einem Boot. (Quelle: Gabriele Strada/AP/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Nach dem Bootsunfall auf dem Gardasee mit zwei toten Italienern muss sich ein Münchner vom 10. November an vor Gericht verantworten. Gegen den Mann beginnt dann in Brescia der Prozess, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft sofort mit dem Hauptverfahren losgeht. Das sagten die Verteidiger des 52-Jährigen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Sie bestätigten damit einen Bericht der Nachrichtenagentur Ansa. Ein Verfahren ohne Vorverhandlung wird für gewöhnlich dann abgehalten, wenn die Beweislage eindeutig ist.

Der deutsche Tourist und ein Freund sollen in der Nacht von 19. auf 20. Juni mit einem Motorboot auf dem Gardasee ein kleines Boot eines italienischen Paares gerammt haben. Die beiden Insassen starben nach dem Zusammenstoß. Auf den Aufnahmen einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie das Motorboot den kleinen Kahn regelrecht überspringt.

Der Vorfall hatte in Italien für Empörung gesorgt, weil die zwei Männer nach dem Crash weiterfuhren und später angaben, den Unfall nicht mitbekommen zu haben. Es wurde vermutet, dass die Frau, die in den See fiel, noch hätte gerettet werden können.

Ein Gerichtsmediziner stellte inzwischen aber fest, dass beide Opfer schon bei dem Aufprall tödliche Verletzungen davontrugen. Der 37 Jahre alte Mann wurde einen Tag nach dem Unfall tot in dem kleinen Boot in der Nähe des Westufers gefunden, Taucher bargen Stunden später die 25 Jahre alte Begleiterin aus dem Wasser. Der Autopsie zufolge, über die Ansa am Dienstag berichtete hatte, hätte die Frau auch bei einem schnellen Eingreifen nicht gerettet werden können, wie es hieß.

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Die beiden mutmaßlichen Täter wurden zunächst in Gewahrsam genommen. Sie durften dann aber nach Deutschland zurückkehren, was in Italien zu großem Unverständnis führte. Sie wurden später mit einem europäischen Haftbefehl gesucht. Der Hauptverdächtige stellte sich Anfang Juli in einer Nacht- und Nebelaktion am Brennerpass den Behörden. Er kam in Untersuchungshaft und dann Anfang August in Hausarrest.

Der Mann gab an, mit der Justiz zu kooperieren. Seine Anwälte machten am Mittwoch keine weiteren Angaben, deuteten aber an, dass sie womöglich schon bald eine Erklärung ihres Mandaten abgeben könnten.

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