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Volle Intensivstationen in Bayern: Zwei Corona-Patienten nach Italien verlegt

Volle Intensivstationen in Bayern  

Zwei Corona-Patienten nach Italien verlegt

13.11.2021, 13:26 Uhr | fas, dpa, t-online

Volle Intensivstationen in Bayern: Zwei Corona-Patienten nach Italien verlegt. Covid-Patient auf einer Intensivstation (Symbolbild): In Bayern ist die Corona-Lage so angespannt, dass nun zwei Schwerkranke nach Italien verlegt worden sind. (Quelle: imago images/imagebroker)

Covid-Patient auf einer Intensivstation (Symbolbild): In Bayern ist die Corona-Lage so angespannt, dass nun zwei Schwerkranke nach Italien verlegt worden sind. (Quelle: imagebroker/imago images)

In Bayern spitzt sich die Corona-Lage weiter zu: Der Inzidenzwert geht auf die 500 zu, viele Intensivstationen sind inzwischen voll. Aus Freising wurden nun zwei Covid-Patienten nach Italien verlegt.

Die Beatmungsplätze in den bayerischen Krankenhäusern werden knapp. Am Donnerstag sind deshalb zwei schwerkranke Corona-Patienten nach Italien verlegt worden. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Demnach sei ein Patient aus dem Klinikum Freising von einem in München stationierten Hubschrauber nach Bozen geflogen worden, ein weiterer sei mit einem Rettungswagen nach Meran gefahren worden.

Beide Patienten seien beatmet worden, für den langen Transport auf dem Landweg habe deshalb ein Begleitfahrzeug mitfahren müssen, um die Sauerstoffversorgung des Patienten zu gewährleisten. Das sagte Rainald Kaube, Ärztlicher Leiter der lokalen Krankenhauskoordinierung, dem Blatt.

Die Verlegungen seien "aufgrund privater Kontakte von hohen Funktionsinhabern" möglich gemacht worden. Die angefragten Kliniken in Südtirol hätten der Aufnahme der beiden Patienten kurzerhand zugestimmt.

Bayerische Hilfsdienste schlagen Alarm

Die Corona-Lage in Bayern ist derzeit stark angespannt. Allein im Klinikum Freising seien am Freitag acht von zehn Beatmungsplätzen belegt gewesen, in den benachbarten Kreisen sei die Lage ähnlich. Verlegungen seien in ganz Bayern daher schwierig geworden.

Bayerische Hilfsorganisationen hatten am Freitag wegen der dramatischen Corona-Lage im Freistaat Alarm geschlagen. "Der Rettungsdienst ist überlastet, notwendige Operationen müssen verschoben oder kurzfristig verlegt werden, die Inzidenzen steigen massiv an und jeden Tag werden neue Höchststände verkündet", teilten der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), das Bayerische Rote Kreuz (BRK), die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und der Malteser-Hilfsdienst (MHD) in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Corona in Bayern: "Schwierigste Phase der Pandemie steht bevor"

Die Zahl der Transporte von Corona-Patienten im Rettungsdienst sei in den vergangenen vier Monaten um fast das Vierfache gestiegen, sagte BRK-Präsident Theo Zellner. Auch die Gesamtzahl der Einsätze steige: So haben beispielsweise die Zahl der Einsätze in der letzten Oktoberwoche in Schwaben um 15 Prozent und in Oberbayern-Ost um 18 Prozent im Vergleich zum sonstigen Durchschnitt zugenommen.

"Die schwierigste Phase der Pandemie steht uns in den kommenden Wochen bevor", sagte Zellner. Die Situation derzeit sei problematischer als im Dezember 2020. "Die derzeitige Überlastung der Intensivstationen und Notaufnahmen, die zu einem überwiegenden Teil durch ungeimpfte Patienten belegt sind, macht die Situation heute deutlich dramatischer. Schwer erkrankte oder verletzte Notfallpatienten müssen teilweise stundenlang in weit entfernte Kliniken transportiert werden."

Verwendete Quellen:

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