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NS-Graffiti im Nürnberger Land: Staatsschutz ermittelte monatelang – es waren Kinder


Staatsschutz ermittelte monatelang wegen NS-Graffiti – es waren Kinder

  • Meike Kreil
Von Meike Kreil

Aktualisiert am 27.09.2022Lesedauer: 2 Min.
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Graffiti-Sprayer
Graffiti-Sprüher (Symbolbild): Fahndungserfolg der Schwabacher Kripo, die auf der Suche nach den Verursachern von politischen Schmierereien war. (Quelle: Tobias Felber/Archiv/dpa-bilder)
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Monatelang ermittelte der Staatsschutz der Schwabacher Kripo wegen NS-Graffiti. Nun vermelden die Beamten: Dahinter steckten teilweise Kinder.

Weil Hausfassaden im Nürnberger Land mit dem Wort "Hitler" und Hakenkreuzen besprüht wurden, ermittelte monatelang der Staatsschutz der Schwabacher Kripo. Jetzt gab es einen Fahndungserfolg, der überrascht.

"Hitler" und Hakenkreuze prangten in schwarzer Farbe an der Hausfassade: Mitte Juli 2022 berichtete das Polizeipräsidium Mittelfranken von Schmierereien an einem Geschäftsgebäude einer politischen Partei an der Barthstraße in Lauf an der Pegnitz. Es handelte sich um das Büro des Kreisverbands der Grünen Nürnberger Land. Wie sich nun herausstellte, war diese Schmiererei nur eine von vielen weiteren.

Anfang August kam es außerdem im nahegelegen Hersbruck zu einem ähnlichen Vorfall. Unbekannte beschädigten ein Kunstwerk in einem Kreisverkehr in der Amberger Straße. Die preisgekrönte Skulptur war Teil des Kunstwettbewerbs "Erinnerungsräume", das Orte des Leidens und Verbrechens durch den Nationalsozialismus thematisiert. Laut Mitteilung der Polizei Hersbruck vom 12. August 2022 entstand ein Sachschaden in Höhe von 4.500 Euro.

Staatsschutz der Schwabacher Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen

In beiden Fällen ermittelte wegen der sensiblen Thematik der Staatsschutz der Schwabacher Kriminalpolizei. Nun gelang es den Beamten, eine Gruppe Tatverdächtiger ausfindig zu machen. Das gab das Polizeipräsidium Mittelfranken am Montag bekannt.

Bei den Tätern soll es sich um vier Kinder und Teenager handeln. Sie sind zwölf, 13, 14 und 15 Jahre alt und sollen für eine Vielzahl von Taten infrage kommen, bestätigt Lisa Hierl, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Mittelfranken im Gespräch mit t-online. Um welche Konstellation sich es bei den Jugendlichen handelt, dazu will sie sich nicht äußern. Ist es das Werk von gelangweilten Freunden oder gar einer Bande?

Intention war wohl Zerstörungswut, keine politische Motivation

Ein politischer Hintergrund habe sich zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls nicht bestätigt, heißt es. Den Hakenkreuzen und dem Hitler-Schriftzug stehen eine Vielzahl weiterer Schmierereien gegenüber. Den Kindern und Jugendlichen sei die Bedeutung wohl schlicht nicht bewusst gewesen, sagt Hierl.

Auch, dass ausgerechnet ein solch symbolträchtiges Kunstwerk in Hersbruck zerstört wurde, sei wohl einzig ihrer Zerstörungswut geschuldet – und nicht etwa aus politischer Motivation heraus. Es habe noch eine Vielzahl weiterer Sachbeschädigungen in der Gegend gegeben, für die sie verantwortlich sein sollen. Wie sich nun herausstellte, ermittelte auch die Bundespolizei wegen Schmierereien. Es gelte, die Ermittlungen an den verschiedenen Dienststellen zusammenzuführen.

Gegen die zwei Jugendlichen im Alter von 14 und 15 Jahren wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Sachbeschädigung eingeleitet.

Die zwei Kinder können nicht belangt werden, da sie noch nicht 14 Jahre alt und damit schuldunfähig sind. Laut Hierl haben die Beamten erzieherische Gespräche mit ihnen geführt, in denen ihnen das Bewusstsein geschärft werde. Zu den Eltern wollte die Sprecherin keine Angaben machen.

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Verwendete Quellen
  • presseportal.de: Mitteilung der Polizei Mittelfranken vom 11.7.2022 und 26.9.2022
  • Telefonat mit der Pressestelle der Polizei Mittelfranken
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