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Nürnberg: Giftige Zimtschnecke – Ehemann muss lange ins Gefängnis

Versuchter Mord  

Giftige Zimtschnecke – Mann zu über sechs Jahren Haft verurteilt

08.07.2021, 15:10 Uhr | dpa

Nürnberg: Giftige Zimtschnecke – Ehemann muss lange ins Gefängnis. Der Angeklagte hält einen Aktenordner vor sein Gesicht (Archivbild): Er hatte seiner Frau eine vergiftete Zimtschnecke gegeben. (Quelle: dpa/Daniel Karmann)

Der Angeklagte hält einen Aktenordner vor sein Gesicht (Archivbild): Er hatte seiner Frau eine vergiftete Zimtschnecke gegeben. (Quelle: Daniel Karmann/dpa)

In Nürnberg ist ein Mann zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden, weil er seine Frau und Schwiegermutter mit einer Zimtschnecke vergiftet hatte – er sagte, er habe seine Frau nur außer Gefecht setzen wollen. 

Weil er seine Ehefrau nach Überzeugung des Gerichts mit einer präparierten Zimtschnecke vergiften wollte, ist ein 39 Jahre alter Mann aus Erlangen zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Außerdem muss er in eine Entziehungsanstalt. Die Staatsanwaltschaft hatte neun Jahre Haft beantragt.

Die 19. Strafkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth sah in ihrem Urteil vom Donnerstag den Tatbestand des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung als erfüllt an. Außerdem flossen in die Strafe Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.

Die Verteidiger forderten in ihren Plädoyers am Donnerstag, den 39-Jährigen aus Erlangen lediglich wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu bestrafen, da eine Tötungsabsicht nicht zu erkennen gewesen sei. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung hatten die Unterbringung in einer Erziehungsanstalt vorgeschlagen.

Giftige Zimtschnecke in Nürnberg: Mutter musste beatmet werden

Der Mann hatte seiner Frau das vergiftete Gebäck mitgebracht, angeblich um sie vorübergehend außer Gefecht zu setzen. Ziel des Mannes sei es gewesen, länger als vorgesehen Zeit mit dem gemeinsamen Sohn verbringen zu können. Die Frau hatte davon gegessen und war schwer erkrankt.

Später aß auch noch die Mutter der Frau von der Schnecke – sie musste sogar im Krankenhaus künstlich beatmet werden und schwebte in Lebensgefahr. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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