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Altersrekord verpasst: Boxer Firat Arslan verliert WM-Kampf nach Handtuchwurf

Nach Handtuchwurf  

Boxer Arslan verliert WM-Kampf und verpasst Altersrekord

09.02.2020, 09:57 Uhr | dpa

Altersrekord verpasst: Boxer Firat Arslan verliert WM-Kampf nach Handtuchwurf. Firat Arslan: Der 49-Jährige konnte sich gegen Kevin Lerena nicht zum Weltmeister boxen. (Quelle: imago images/Eibner)

Firat Arslan: Der 49-Jährige konnte sich gegen Kevin Lerena nicht zum Weltmeister boxen. (Quelle: Eibner/imago images)

Der deutsche Box-Profi Firat Arslan hat den Altersrekord für das Erringen eines WM-Gürtels nach einem skurrilen Handtuchwurf verpasst. Der 49-Jährige äußerte sich nach der Niederlage auch zu einem möglichen Karriereende.

Der fast 50 Jahre alte Profi-Boxer Firat Arslan ist mit seinem Vorhaben gescheitert, ältester Weltmeister der Geschichte zu werden. Der ehemalige WBA-Champion verlor in der Nacht zum Sonntag in Göppingen gegen den 22 Jahre jüngeren IBO-Titelverteidiger Kevin Lerena aus Südafrika durch technischen K.o. in der sechsten Runde. Inmitten einer Angriffsreihe Lerenas flog aus Arslans Ecke ein Handtuch in die Ringmitte. Geworfen wurde das aber nicht von seinen Betreuern, sondern dem mit dem Arslan-Lager befreundeten Hamburger Promotor Erol Ceylan.

"Er gehört nicht zu meinem Team. Es ist traurig, dass der Kampf so endet", sagte Arslan. "Ich schätze Erol als Mensch, ich weiß, dass er an meine Gesundheit gedacht hat. Aber so geht das nicht." Die Fortsetzung seiner Laufbahn ließ Arslan offen, sagte aber: "Es ist gut möglich, dass es mein Karriereende ist. Aber ich muss mir das erst anschauen."

Arslan verpasst Altersrekord im Profi-Boxen

Der in Donzdorf bei Göppingen lebende Arslan war am Samstag genau 49 Jahre und 133 Tage alt. Er wollte Rekordhalter Bernard Hopkins (USA) ablösen, der 2013 im Alter von 48 Jahren und 53 Tagen noch einmal Weltmeister geworden war.

Vor etwa 5.000 Zuschauern in der EWS-Arena war Arslan von der ersten Runde an der unbeweglichere der beiden Boxer und kümmerte sich vor allem um eine stabile Deckung. In Runde vier gelangen dem türkischstämmigen Sportler aber einige gute Treffer gegen den Kopf, die von den Zuschauern sofort mit frenetischem Jubel belohnt wurden. Arslan schien nun angekommen in dem auf zwölf Runden angesetzten Kampf, doch nach einem Taumeln und den folgenden Schlägen war der Kampf abrupt vorbei.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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