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Er bleibt

  • David Digili
Von David Digili

Aktualisiert am 21.07.2022Lesedauer: 3 Min.
Michael Schumacher wird ausgezeichnet: Ministerpräsident Hendrik Wüst überreichte die Auszeichnung an dessen Frau Corinna, die zu Tränen gerührt war. (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)
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Michael Schumacher bekommt den Staatspreis des Landes NRW. Auch fast ein Jahrzehnt nach seinem schweren Unfall ist die Faszination Schumi ungebrochen. Ein Ortsbesuch.

Die Augen fixierend, hellwach, sie strahlen heraus aus dem Rennfahrerhelm, der Blick konzentriert und energisch. Und irgendwie schien es so, als wäre Michael Schumacher doch dabeigewesen, so, wie der siebenmalige Formel-1-Weltmeister von einem großen Bild hinabschaute auf die Verleihung des Staatspreises des Landes Nordrhein-Westfalen am Mittwochmittag. Einen passenderen Ort als die "Motorworld" in Köln hätte es nicht geben können für die Ehrung des legendären Rennfahrers, hier, zwischen Boliden und Overalls, die an die größten Erfolge des heute 53-Jährigen erinnern. Sein sportliches Vermächtnis, noch zu Lebzeiten.

Denn, das zeigte die Veranstaltung in der Domstadt: Das Phänomen Michael Schumacher, es fesselt noch immer. Auch neun Jahre nach seinem schweren Unfall ist "Schumi" noch immer präsent. Zumal ihm durch sein Unglück und die andauernde Heilungsphase die Teilnahme am öffentlichen Leben seit Ende 2013 doch verunmöglicht wird. Doch das Schicksal des immer so selbstsicheren, omnipräsenten Rennfahrers berührt die Menschen gleichermaßen wie die Erinnerung an seine sportlichen Großtaten auf den Rennstrecken der Königsklasse besonders Fans und Wegbegleiter schwelgen lässt.

"Er fehlt uns sehr"

"Natürlich würden wir uns wünschen, dass er seine Auszeichnung persönlich hätte entgegennehmen können“, sagte der frühere Ferrari-Teamchef Jean Todt, einer der engsten Schumacher-Freunde, in einer bewegenden Laudatio, die der Franzose komplett auf Deutsch hielt. "Er fehlt uns sehr."

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Jean Todt: Der frühere Ferrari- und FIA-Boss gilt seit Jahrzehnten als enger Vertrauter der Familie Schumacher. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt)

Und als der 76-Jährige dann vom ersten Treffen mit Schumacher vor dem Wechsel zu Ferrari erzählte und wie der Pilot damals noch "ein bisschen grün hinter den Ohren gewesen" sei, da schienen Todts Augen aufzublitzen. Fast schon mit väterlichem Stolz blickte der ehemalige Chef des internationalen Automobilverbandes FIA auf die Erziehung, die Schumacher und Ehefrau Corinna den gemeinsamen Kindern Gina und Mick zuteil werden ließen. "Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Respekt, Loyalität, aber auch Zielstrebigkeit und Verlässlichkeit" sei den beiden in die Wiege gelegt worden.

Ohnehin ging es bei der Verleihung des Staatspreises weniger um Schumachers sportliche Meriten denn um seine Verdienste, sein Engagement abseits der Rennstrecke. Der Preis würdige "einen Menschen, der ein großes Herz hat und dem es von jeher wichtig war, an andere zu denken", sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst schon in seiner Eröffnungsrede. Der Kerpener habe auch stets einen Blick gehabt für diejenigen, "denen es nicht gut geht. Ihnen hat er mit äußerst großzügigen Spenden geholfen, meist ganz im Stillen. Seine Familie führt das karitative Engagement fort."

Als der CDU-Politiker auf die Rolle von Schumacher-Vater Rolf zu sprechen kam, winkte der in der ersten Reihe ab und bestand darauf, die sagenumworbene Kartbahn, auf der alles anfing, nie selbst besessen, sondern nur vom Land NRW gepachtet zu haben. Ein Lacher – und ein Nachweis der Schumacherschen Bodenständigkeit.

Die Faszination Michael Schumacher ist ungebrochen

Ehefrau Corinna rang mit den Tränen, als sich das Publikum in Köln-Ossendorf bei der Übergabe der Urkunde zu Standing Ovations erhob, konnte sich zurück am Platz in der ersten Reihe nicht mehr beherrschen, weinte bitterlich. Später, beim Empfang, direkt zwischen all den Schumi-Andenken, standen die beiden die meiste Zeit zusammen. Corinna, die Ehefrau, Todt, der enge Freund.

Mick, der so talentierte Formel-1-Fahrer, der so betont offensiv mit dem überdimensionalen Erfolgen des Vaters und den unaufhörlichen medialen Vergleichen zwischen Senior und Junior umgeht, fehlte mit Magenbeschwerden. In der Königklasse hat er das Kürzel "MSC", wie einst der "große" Schumacher. Auch er ist Teil dieses Phänomens, dieses Schicksals, dieser Faszination Schumacher.

"Ich bin stolz darauf, Michael meinen Freund nennen zu können, und ich bin ebenso stolz darauf, eine sehr enge Freundschaft mit seiner Familie zu haben", sagte ein sichtlich emotionaler Todt. "Durch seine Siege und Erfolge stieg er aus einfachen Verhältnissen auf zu einem wahren Weltenbürger, der mit Menschen aus vielen verschiedenen Kulturkreisen eng zusammenarbeitete. Aber er vergaß nie, wo seine Wurzeln lagen – Luftlinie zirka 30 Kilometer von hier –, und er hat die Bodenhaftung nie verloren." Deshalb auch all die Zeugnisse seiner Erfolge vor Ort, authentisch, für jeden zum Greifen nah.

Vielleicht ist das der Grund, warum die Faszination Michael Schumacher noch immer ungebrochen ist.

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Von Nils Kögler
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