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Entscheid der Rennkommissare: Der aberkannte Vettel-Sieg

Entscheid der Rennkommissare  

Der aberkannte Vettel-Sieg

10.06.2019, 12:15 Uhr | dpa

Entscheid der Rennkommissare: Der aberkannte Vettel-Sieg. Sebastian Vettel geht mit gesenktem Kopf zur Siegerehrung.

Sebastian Vettel geht mit gesenktem Kopf zur Siegerehrung. Foto: Paul Chiasson/The Canadian Press/AP. (Quelle: dpa)

Montréal (dpa) - Sebastian Vettel fuhr als Erster über die Ziellinie, den Sieg beim Formel-1-Rennen in Montréal feierte aber trotzdem Lewis Hamilton.

DAS WAR PASSIERT:

Die Rennkommissare belegten Vettel mit einer Fünf-Sekunden-Zeitstrafe. Er hatte in der 48. Runde mit seinem Ferrari nach einem Fahrfehler Hamilton im Mercedes nahe an eine Mauer gedrängt. Vettel gab an, keine Kontrolle mehr über sein Auto gehabt zu haben, nachdem er mit seinem Wagen über Gras gefahren war. Er habe nicht absichtlich so gehandelt. Der Brite "musste ausweichen, um eine Kollision zu vermeiden", hieß es in dem Urteil. Vettels Manöver wurde als "gefährliche Rückkehr auf die Strecke" eingestuft.

DARAUF BERIEFEN SICH DIE RENNKOMMISSARE:

Paragraf 38.1. der sportlichen Regularien. Dieser behandelt alle Zwischenfälle während des Rennens. Er besagt, dass nach Ansicht des Videomaterials Strafen verhängt werden dürfen. Die Höhe der Strafen liege im Ermessen der Rennkommissare, eine Entscheidung muss bis spätestens 60 Minuten nach Rennende getroffen werden.

WIE FERRARI GEGEN DAS URTEIL VORGEHEN KANN:

Vettels Rennstall hat die Möglichkeit, Einspruch gegen bestimmte Entscheidungen einzulegen. Ferrari will davon Gebrauch machen. Die Scuderia hinterlegte beim Motorsport-Weltverband FIA eine Absichtserklärung für einen offiziellen Einspruch, gab Teamchef Mattia Binotto an. Dafür bleiben 96 Stunden Zeit nach Rennende.

WIE SIND DIE ERFOLGSAUSSICHTEN:

Offen. Laut Regel 17.2 a sind solche Tatsachenentscheidungen nicht mehr nachträglich anfechtbar. Entscheidet sich Ferrari für einen Einspruch, müsste das FIA-Schiedsgericht diesen zunächst formal zulassen. Entscheidend dabei wäre, dass Ferrari neue Beweise für Vettels Unschuld vorlegen kann, die beim ersten Urteil noch nicht zur Verfügung standen. Das könnten laut des Fachmagazins "auto, motor und sport" zum Beispiel neue Telemetrie-Daten von Vettels Wagen sein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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