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Formel 1 in Österreich: Nächstes Vettel-Debakel – Hamilton siegt souverän

Großer Preis der Steiermark  

Nächstes Vettel-Debakel! Hamilton siegt souverän

13.07.2020, 10:29 Uhr | dd, dpa

Formel 1 in Österreich: Nächstes Vettel-Debakel – Hamilton siegt souverän. Die Start-Szene in Spielberg. (Quelle: Reuters)

Die Start-Szene in Spielberg. (Quelle: Reuters)

Beim zweiten Rennen in Österreich innerhalb einer Woche erlebt Sebastian Vettel den nächsten Tag zum Vergessen – sein Teamkollege ist Schuld. An der Spitze fährt der Weltmeister einsam seine Runden.

Sebastian Vettel und Ferrari kommen aktuell einfach nicht aus den Negativschlagzeilen heraus: Beim Großen Preis der Steiermark in Österreich erlebten der viermalige Weltmeister und die Scuderia gleich beim Start ein Debakel, als Vettel von seinem eigenen Teamkollegen Charles Leclerc abgeschossen wurde – das Aus für den 33-Jährigen und kurze Zeit später auch für den Monegassen. Lewis Hamilton fuhr indes souverän zu seinem ersten Saisonsieg vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas und Red-Bull-Pilot Max Verstappen

Die Ferrari-Abschiedstour von Vettel wird so immer mehr zur Lachnummer. "Es ist im Moment schwer, weil das Negative überwiegt", sagte der 33-Jährige aus Heppenheim nach seinem Ausfall in der ersten Runde. "Wir müssen weiter kämpfen und versuchen, alles zu geben." 

"Das tut schon weh"

Eine Woche nach seinem ernüchternden zehnten Platz zum Auftakt an gleicher Stelle war der Grand Prix der Steiermark für Vettel früh vorbei. Weil ihm Leclerc, in der Vorwoche noch Zweiter, mit einem unbedachten Manöver in Kurve drei heftig ins Auto fuhr und sein Heckflügel sofort wegbrach, musste der Hesse den ohnehin lahmenden Ferrari an der Box abstellen. Nur vier Runden später war auch für Leclerc aus Monaco Schluss. 

Erst im vergangenen Jahr in Brasilien waren Vettel und Leclerc kollidiert und anschließend ebenfalls ausgeschieden. Damals hatten sie sich auf offener Strecke bei hoher Geschwindigkeit beharkt. In der Folge hatte es viel Ärger für Piloten und Teamführung auch von der Ferrari-Konzernspitze gegeben – das dürfte sich nun wiederholen. "Das tut schon weh, wenn beide Fahrer nach zwei Runden ausscheiden", sagte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto und sprach vom "schlechtesten Abschluss eines schwierigen Wochenendes".

Bei Ferrari brodelt es weiter

Die Italiener sehen in Leclerc die Zukunft, der Heißsporn wurde erst mit einem Vertrag bis Ende 2024 ausgestattet, während Vettel Ende 2020 nach sechs Jahren gehen muss und noch kein Cockpit für 2021 hat. "Ich weiß nicht, welche Lücke der Charles gesehen hat", sagte Vettel und ergänzte ziemlich angefressen: "Es ist extrem bitter."

Während Weltmeister Hamilton an der Spitze souverän seine Führung verteidigte und ihm vor leeren Rängen bei zweiten Geisterrennen der Formel-1-Historie niemand gefährlich werden konnte, brodelte es bei Ferrari. Das Werksteam hatte nach dem durchwachsenen Auftakt extra ein Upgrade-Paket mit neuem Frontflügel und neuem Unterboden vorgezogen. Doch es kam einen Tag nach der schwierigen Regen-Qualifikation erst gar nicht dazu, mit der Konkurrenz mitzufahren. Vettel hatte schon einen schwachen Start erwischt und war von Rang zehn weiter zurückgefallen. Leclerc, der als 14. in den Großen Preis ging, hatte auch keine gute Perspektive.

"Es macht schon Lust, aber das Rennen ist extrem kurz gewesen", sagte Vettel: "Das ist schade, gerade nach letzter Woche. Heute wäre es viel besser gewesen als letzte Woche, das habe ich schon gemerkt. Aber dazu kam es ja nicht." In der kommenden Woche in Ungarn hat Ferrari zwar die Chance, es besser zu machen. Dass es reicht, um Mercedes ernsthaft zu gefährden, bleibt aber mehr als fraglich.

Die schwarz lackierten Silberpfeile holten auch den zweiten Sieg der durch die Coronavirus-Pandemie verkürzten Saison. Eine Woche nach Bottas machte der 35 Jahre alte Brite Hamilton den ersten wichtigen Schritt zu seinem siebten WM-Titel. Sollte er in diesem Jahr erneut Champion werden, würde er nach Titeln mit Rekordweltmeister Michael Schumacher gleichziehen.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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