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Deutsche Tristesse: Vettel unterlegen, Schumacher chancenlos

Von dpa
Aktualisiert am 19.05.2021Lesedauer: 3 Min.
Hofft auf eine bessere Performance im Aston Martin: Sebastian Vettel.
Hofft auf eine bessere Performance im Aston Martin: Sebastian Vettel. (Quelle: James Gasperotti/ZUMA Wire/dpa./dpa)
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Barcelona (dpa) - Sebastian Vettels Fazit fiel ernĂŒchternd aus. "Es ist in etwa das, was wir derzeit erreichen können", sagte der Hesse nach seinem 13. Platz beim Großen Preis von Spanien.

Eigentlich war der viermalige Formel-1-Weltmeister zu Aston Martin gewechselt, um 2021 endlich wieder möglichst weit vorne anzugreifen. Die RealitÀt ist eine ganz andere: Vier Rennen, kein einziger WM-Punkt. Was ihm bleibt, ist die Hoffnung: "Wir tun uns gerade schwer, einen Schritt nach vorne zu machen. Aber wir haben ja noch ein paar Rennen."

Kaum etwas deutet jedoch auf schnelle Besserung hin. Genau wie bei Mick Schumacher. Der fleißige Neuling deutet zwar sein Potenzial an, ist im unterlegenen Rennwagen von Haas gegen die Konkurrenz aber völlig chancenlos. Nach einem starken Start in Barcelona konnte er seine Position nicht halten und wurde Vorletzter. Einzig Teamkollege Nikita Masepin bezwang der 22-JĂ€hrige im Grand Prix. "Mit unserem Auto ist einfach nicht mehr drin", sagte Haas-Teamchef GĂŒnther Steiner und ergĂ€nzte: "Man kann nicht glĂŒcklich sein."

Und so ist die deutsche Formel-1-Gegenwart in diesem Jahr schon wieder eine ziemlich triste. WĂ€hrend an der Spitze der packende WM-Zweikampf zwischen Weltmeister Lewis Hamilton (35) im Mercedes und dem 13 Jahre jĂŒngeren Max Verstappen im Red Bull fĂŒr Spektakel sorgt, spielen Vettel (33) und Schumacher (22) keine Hauptrollen und werden auch von den Fernsehkameras entsprechend seltener eingefangen. Live bekommen die deutschen Fans ihre Stars auch in diesem Jahr nicht zu sehen, ein deutscher Grand Prix ist im Kalender mit 23 Stationen nicht geplant.

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"Ich fahre jetzt ganz offen nach Monaco und wir werden sehen, wie es dort lĂ€uft", sagte Schumacher. Beim Rennklassiker dĂŒrften die SchwĂ€chen seines Autos erneut schonungslos offengelegt werden, auch auf Vettel wartet in knapp zwei Wochen wieder eine komplizierte Aufgabe. "Am Ende ist es nicht das, was Sebastian Vettel erwartet. Da muss man eigentlich schon in Richtung Top Ten schauen, aber da ist noch eine große LĂŒcke vorhanden", sagte Sky-Experte Timo Glock.

Im September 2019 gewann Vettel zuletzt in Singapur ein Rennen, seine letzte von insgesamt sechs Saisons bei Ferrari verlief im Vorjahr noch schlechter. Nun wartet er seit November 2020 auf WM-Punkte. Im Mittelfeld ist es in dieser Saison besonders eng, die Spitze mit den Silberpfeilen und Red Bull scheint schon weit enteilt. "Es gibt fĂŒr uns noch viel zu lernen", sagte der 53-malige Grand-Prix-Sieger Vettel. Die Teamchemie beim englischen Autobauer stimme trotzdem, alle wĂŒrden an einer Strang ziehen, um erfolgreich zu sein, sagte er.

Unterdessen rast Hamilton seinem historischen achten Titel entgegen. Nach drei Siegen aus vier Rennen liegt der Brite derzeit 14 Punkte vor dem NiederlÀnder Verstappen. Dass der Dominator noch lange nicht satt ist, machte er in Barcelona deutlich. Am besten noch vor der Sommerpause wolle er bei Mercedes seinen Vertrag verlÀngern. "Unsere Beziehung wird von Jahr zu Jahr stÀrker", sagte Hamilton, der kurz vor dem nÀchsten Meilenstein steht. Nur zwei Erfolge fehlen ihm noch, dann hat er als erster Formel-1-Fahrer 100 Rennsiege geschafft.

FĂŒr Mick Schumacher, den Sohn von Rekordweltmeister Michael, geht es hingegen vor allem darum, Erfahrung zu sammeln und sein Auto im DebĂŒtjahr möglichst oft ins Ziel zu bringen. Dabei hilft ihm auch Vettel. "Zu wissen, immer jemanden zu haben, der einem RatschlĂ€ge geben kann, die mir nicht nur hier, sondern auch im privaten Leben helfen, ist sehr wichtig fĂŒr mich", sagte Schumacher zuletzt bei RTL. Vettel ergĂ€nzte dazu: "Man nennt es Freundschaft. Das ist unser VerhĂ€ltnis zueinander. Da braucht man kein anderes Wort erfinden."

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