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Formel 1 in Baku – Nach schweren Crashs: Verwirrung um Ursache

Formel 1 in Baku  

Nach schweren Crashs: Verwirrung um Ursache

07.06.2021, 08:01 Uhr
Formel 1 in Baku – Nach schweren Crashs: Verwirrung um Ursache. Kostete Max Verstappen das Rennen: Der völlig zerfetzte Reifen am Auto des Niederländers. (Quelle: imago images/HochZwei)

Kostete Max Verstappen das Rennen: Der völlig zerfetzte Reifen am Auto des Niederländers. (Quelle: HochZwei/imago images)

Sowohl Lance Stroll als auch der Führende Max Verstappen schieden nach plötzlichen, schweren Unfällen beim Großen Preis von Aserbaidschan aus. Während klar ist, was zum Ausscheiden führte, wird nun über die grundlegende Ursache gerätselt.

Zwei geplatzte Reifen, zwei Crashs – aber so einfach, wie es zuerst klingt, ist es nicht. Denn die Formel 1 rätselt über die Ursache für die Unfälle von Lance Stroll (Aston Martin) und Max Verstappen (Red Bull) beim Großen Preis von Aserbaidschan.

Was war passiert?

Runde 31: Stroll fliegt auf der Geraden plötzlich ab und kracht in die Mauer. Das Auto des Teamkollegen von Sebastian Vettel ist danach nur noch Schrott. Nach dem bösen Crash kommt sofort das Safety Car raus, auf der Strecke liegen unzählige Trümmerteile. "Woah, woah, woah, woah", funkt Stroll danach an die Box, steigt nach einem Moment glücklicherweise unverletzt aus dem Auto. Erst in der Zeitlupe wird deutlich: Das hätte auch schlimmer ausgehen können! Und wichtig: Offenbar ist ein Reifenschaden Schuld am Unfall, mutmaßlich ein Reifenschaden am Hard-Reifen von Pirelli hinten links.

Runde 46: Verstappen erlebt ein ganz bitteres Rennende. In Führung liegend fliegt er auf der Zielgeraden plötzlich ab und kracht in die Mauer – fast genau wie Stroll 15 Runden zuvor. Und erneut offenbar aufgrund eines Reifenschadens hinten links. Am zerstörten Auto des Red-Bull-Piloten ist deutlich der zerfetzte Reifen erkennbar. Verstappen ist stocksauer, steigt aus, tritt wütend gegen den Hinterreifen, der ihn den sicheren Sieg und damit wichtige Punkte in der WM-Wertung gekostet hat.

Und: Später wurde auch am Reifen von Weltmeister Lewis Hamilton ein Cut gefunden. Hat die Formel 1 plötzlich ein Problem mit Hersteller Pirelli, der seit 2011 alleiniger Lieferant der Königsklasse ist?

Pirelli hatte erst vor dem Qualifying als Sicherheitsmaßnahme den Mindestreifendruck in den Pneus erhöht, von 19 auf 20 psi – gut möglich, dass auch das eine Rolle spielte.

Pirelli-Sportchef Mario Isola, der bei jedem Rennen an der Strecke ist, erklärte danach bei "Sky" aber eine andere Theorie: "Unsere erste Vermutung ist, dass auf der Strecke Trümmerteile lagen, da es der hintere Reifen war." Und weiter: "Beide Schäden sind an derselben Stelle der Strecke passiert, vielleicht lagen da wirklich Trümmerteile. Wir warten auf die Telemetriedaten der Teams. Es waren plötzliche Schäden an den Reifen. Gegen Ende der nächsten Woche sollten wir mehr wissen."

Kurios: Verstappen erwartete eine solche Erklärung der Italiener bereits direkt nach Rennende. "Pirelli wird wie immer sagen, dass da ein Teil von einem anderen Crash auf der Straße lag. Ich glaube, das kann nicht immer so sein. Stroll hatte auch einen Crash so wie ich. Da muss etwas falsch sein. Aber am Ende ändert das mein Rennen auch nicht."

Der Niederländer verpasste dadurch die Chance, in der WM-Wertung Weltmeister Hamilton davonzuziehen. "Es ist sehr knapp und noch eine lange Saison. Es wird nicht einfach, aber ich habe viel Vertrauen."

Nur Pirelli muss jetzt daran arbeiten, nicht plötzlich das Vertrauen der Fahrer zu verlieren.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur SID

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