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Leclerc auch in Australien vorn - R├╝ckschlag f├╝r Vettel

Von dpa
Aktualisiert am 09.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Auf der Pole f├╝r den Grand Prix von Australien: Charles Leclerc.
Auf der Pole f├╝r den Grand Prix von Australien: Charles Leclerc. (Quelle: Simon Baker/EPA POOL/AP/dpa./dpa)
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Melbourne (dpa) - Mit der perfekten Runde im perfekten Moment hat sich Formel-1-Spitzenreiter Charles Leclerc den ersten Startplatz f├╝r den Gro├čen Preis von Australien gesichert.

Der Ferrari-Pilot aus Monaco schnappte Weltmeister Max Verstappen am Samstag in Melbourne in letzter Minute noch die Pole Position weg und geht zum zweiten Mal in diesem Jahr von ganz vorne auf die Strecke. "Ich habe heute alles zusammenbekommen, das hat sich wirklich gro├čartig angef├╝hlt", sagte der 24 Jahre alte Leclerc, der auch als Favorit in das dritte Saisonrennen am Sonntag (7.00 Uhr MESZ/Sky) in Down Under geht.

Der Monegasse fuhr in 1:17,868 Minuten die mit Abstand schnellste Runde im Albert Park und verdr├Ąngte Titelverteidiger Verstappen im Red Bull mit 0,286 Sekunden Vorsprung. "Ich habe mich das ganze Wochenende bislang nicht so gut gef├╝hlt im Auto", sagte der Niederl├Ąnder. Knapp dahinter landete Verstappens mexikanischer Teamkollege Sergio Perez auf Rang drei. W├Ąhrend sich erneut ein Duell zwischen Ferrari und Red Bull abzeichnet, schaffte es Rekordweltmeister Lewis Hamilton im weiter zu schwachen Mercedes immerhin auf Rang f├╝nf.

Vettel: "Wir schauen, was im Rennen geht"

Nach ├╝berstandener Coronavirus-Infektion schied Sebastian Vettel bereits im ersten von drei Abschnitten aus und wurde am Ende als 17. gewertet. Ein Unfall mit Einschlag in die Streckenbegrenzung im letzten Training sorgte daf├╝r, dass der viermalige Weltmeister nur eine schnelle Runde fahren konnte. Vettels Aston-Martin-Team schaffte es erst in letzter Sekunde, das Auto wieder fahrt├╝chtig zu machen.

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"Es war ein Wunder, das wir ├╝berhaupt rausgekommen sind", sagte Vettel bei Sky und sprach von einem "super Beispiel f├╝r Teamwork". Der 34-J├Ąhrige bedankte sich ausdr├╝cklich bei seinen Mechanikern daf├╝r, dass sie sein zerst├Ârtes Auto wieder repariert bekamen. "Ich h├Ątte nicht damit gerechnet", sagte Vettel. Viel ausrichten konnte der Ex-Champion nicht. "Es ist kein leichtes Wochenende. Aber wir schauen, was im Rennen geht", betonte der Hesse: "Wir haben unsere Probleme, das wird sich nicht von heute auf morgen ├Ąndern."

F├╝r Vettel war der Crash Stunden zuvor im Training die Fortsetzung eines schwierigen Australien-Trips. Am Freitag hatte er das zweite Training schon komplett verpasst, nachdem er in der ersten Session einen Motorschaden erlitten hatte. Die ersten beiden Rennen des Jahres verpasste der Heppenheimer wegen einer Coronavirus-Infektion und steigt in Melbourne erst versp├Ątet in die Saison ein. Am Samstag wurde er zudem f├╝r zu schnelles Fahren in der Boxengasse bestraft. Sein Rennstall muss daf├╝r 600 Euro an den Weltverband zahlen.

Schumacher: "Hat leider nicht gereicht f├╝r mehr"

Mick Schumacher fuhr im Haas-Rennwagen auf den 15. Rang. "Es hat leider nicht gereicht f├╝r mehr. Aber wir haben alles gegeben", sagte der 23-J├Ąhrige. Schumacher fehlte beim vergangenen Grand Prix in Saudi-Arabien nach einem heftigen Unfall in der Qualifikation, in Australien will der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher am liebsten erstmals in seiner Laufbahn WM-Z├Ąhler holen. "Das Ziel ist es auf jeden Fall, in die Punkte zu fahren und ein sauberes Rennen zu zeigen", sagte Schumacher und gab die Top Ten als Ziel aus.

Die Zeitenjagd verlief durchaus turbulent. Im ersten Durchgang kollidierten Vettels Teamkollege Lance Stroll und Nicholas Latifi von Williams heftig. Die beiden Kanadier zerst├Ârten sich durch den Crash nach einem Missverst├Ąndnis jeweils ihre Autos und konnten nicht weiterfahren.

Nur durch die Unterbrechung f├╝r die Aufr├Ąumarbeiten konnten Vettels Mechaniker das Auto des Routiniers ├╝berhaupt noch fahrbereit machen. Eine weitere Pause war n├Âtig, nachdem Ex-Weltmeister Fernando Alonso kurz vor Schluss von der Piste abflog. Der Spanier hatte in seinem Alpine-Auto gute Chancen auf einen Platz weit vorne, verlor aber in einem entscheidenden Moment die Kontrolle und krachte in die Begrenzung.

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