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Verstappen gewinnt Premiere – Drama um Vettel und Schumacher

Von dpa, dd

Aktualisiert am 08.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Vorneweg: Max Verstappen (li.) vor Charles Leclerc auf der Strecke in Miami.
Vorneweg: Max Verstappen (li.) vor Charles Leclerc auf der Strecke in Miami. (Quelle: Motorsport Images/imago-images-bilder)
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Beim ersten Rennen in South Beach setzt sich der Weltmeister vor seinem ärgsten Rivalen durch. Lewis Hamilton kann sich steigern – und die beiden deutschen Fahrer erleben ein bitteres Rennen.

Das Titelrennen in der Formel 1 wird wieder enger: Max Verstappen hat den ersten Großen Preis von Miami gewonnen und damit den Abstand auf den WM-Führenden Charles Leclerc zumindest verkürzen können. Der amtierende Weltmeister siegte im Red Bull vor seinem Rivalen im Ferrari, dessen Teamkollege Carlos Sainz wurde Dritter. Leclerc (104 Punkte) führt die WM-Wertung weiter an, Verstappen (85) kommt allerdings immer näher heran. Rekordweltmeister Lewis Hamilton und Mercedes zeigten sich in der Performance leicht verbessert und belegte Rang sechs.


Formel 1: Alle Fahrer 2022 im Überblick

Die Formel-1-Saison 2022 wird mit Spannung erwartet. Max Verstappen geht zum ersten Mal als Weltmeister ins Jahr. Kann er seinen Titel verteidigen? Die Konkurrenz ist groß. Alle Fahrer im Überblick.
Max Verstappen, Red Bull: Der Niederländer fährt seit 2016 für Red Bull Racing und ist der Sohn von Jos Verstappen. Er lieferte sich seitdem bereits so einige heikle Duelle. Nicht zuletzt auch mit Lewis Hamilton. Gegen diesen konnte er die WM 2021 gewinnen, holte seinen ersten Titel.
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"Es war ein sehr schwieriges Rennen, Red Bull hatte heute Tempovorteile", sagte Leclerc. Verstappen schnaufte kurz durch und sagte: "Das war sehr anstrengend. Ein unglaublicher Sonntag für uns."

Ganz bitter verlief das Rennen für Mick Schumacher und Sebastian Vettel: Der Haas-Pilot war auf bestem Wege zu den ersten Punkten seiner Formel-1-Karriere, lieferte sich auf Platz 9 liegend ein Duell mit dem viermaligen Weltmeister – und räumte Vettel drei Runden vor Schluss von der Strecke. Am Ende belegte Schumacher Platz 15, für Vettel war das Rennen nach dem Crash beendet.

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Promi-Auflauf beim Rennen

Vor ausverkauftem Haus hatte die Formel 1 beim Debüt in Süd-Floridas Metropole eine dreitägige Party gefeiert. Miami ist in der Geschichte der Königsklasse bereits der elfte Gastgeber in den USA und empfing die Rennserie mit großer Begeisterung. "Wir sind endlich in Nordamerika angekommen", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Neben Austin und Miami steht Las Vegas für 2023 sogar schon als dritter US-Standort in den Startlöchern.

Auch der Promi-Auflauf in Miami verzückte Renn-Organisatoren und Fans. Die frühere First Lady Michelle Obama besuchte Lewis Hamiltons Garage, Football-Superstar Tom Brady und Basketball-Legende Michael Jordan flanierten mit Fußball-Ikone David Beckham durch das Fahrerlager. Im Schatten des Hard Rock Stadiums befeuerten die Macher des Grand Prix mit einem aufgeschütteten Strand, einem improvisierten Jachthafen ohne Wasser und reichlich Show den Vergnügungsfaktor.

Verstappen erwischte einen starken Start

Die neue 5,4 Kilometer lange Strecke zog einige Kritik der Piloten auf sich. Wegen einer ungewöhnlichen Asphaltmischung kam so mancher ins Rutschen. In Kurve 14 ärgerte die Fahrer eine Schikane, hier kam es auch im Training zu heftigen Unfällen. Der ungewöhnliche Charakter des Kurses ließ so manchen ein Chaos-Rennen fürchten.

Doch lange ging alles gut. Schon am Start schnappte sich Verstappen den zweitplatzierten Ferrari-Mann Sainz und machte sich auf die Jagd nach Leclerc. Auch für Mick Schumacher lief es zu Beginn nach Wunsch, bald lag er als Zehnter schon in den Punkterängen.

Dabei profitierte der 23-Jährige auch vom Pech bei Aston Martin. Der als Achter qualifizierte Lance Stroll und Teamkollege Vettel, der als 13. starten sollte, fuhren nach ihrer Technikpanne zu Beginn dem Feld hinterher.

Mercedes konnte besser mithalten

Vorn konnte Leclerc nach seiner dritten Pole Position des Jahres nicht lange die Führung behaupten. Seine Reifen bauten schnell ab, Verstappen zog in Runde neun fast mühelos vorbei. Schnell fuhr der Niederländer ein kleines Polster heraus.

Erneut chancenlos im Kampf um die Spitzenplätze war Rekordchampion Hamilton, sowohl der Brite als auch Teamkollege George Russell (Platz 5) zeigten sich aber deutlich verbessert. Der Mercedes-Pilot sorgte vor allem mit dem Zwist um das Schmuckverbot im Cockpit für Wirbel, das der neue deutsche Rennleiter Niels Wittich künftig härter durchsetzen will. Hamilton entledigte sich zwar widerwillig seiner Ohrringe und der meisten Piercings, will aber für die Zukunft eine Sondererlaubnis erwirken.

Den größten Glanz auf der Strecke verbreitete indes Titelverteidiger Verstappen. Cool kontrollierte er das Rennen vor dem Ferrari-Duo. Verfolger Leclerc klagte: "Das Auto ist so schwer zu fahren." Auch nach den ersten Reifenwechseln blieb Verstappen klar an der Spitze.

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Eine heftige Kollision von McLaren-Fahrer Lando Norris mit dem Alpha Tauri von Pierre Gasly in Runde 41 sorgte dann für frische Spannung. Das Safety-Car bremste das Feld ein, Verstappens Vorsprung auf die Konkurrenz war dahin. Elf Runden vor Schluss war das Rennen wieder frei. Leclerc blieb diesmal an Verstappen dran, auch dank der Überholhilfe DRS.

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