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Hamburger SV steigt ab: Die 15 Minuten der Schande

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HSV-Abstieg  

Die 15 Minuten der Schande

12.05.2018, 23:53 Uhr | lr, t-online.de

Hamburger SV steigt ab: Die 15 Minuten der Schande . Eine Polizistin stürmt auf den Rasen des Volksparkstadions: Zwischenzeitlich fürchteten die Sicherheitskräfte einen Platzsturm. (Quelle: imago/MIS)

Eine Polizistin stürmt auf den Rasen des Volksparkstadions: Zwischenzeitlich fürchteten die Sicherheitskräfte einen Platzsturm. (Quelle: MIS/imago)

Der Abstieg des HSV aus der Bundesliga ist von schwerer Fan-Randale überschattet worden. Das Spiel musste unterbrochen werden. So kam es zur Eskalation.

Als die Nachspielzeit im Volksparkstadion anbricht, wissen längst alle: Der HSV kann sich nicht mehr retten. Parallel führt der VfL Wolfsburg bereits mit 4:1 gegen den 1. FC Köln und enteilt damit uneinholbar. In der Nordkurve, dem Block der HSV-Anhänger, wird ein kleiner Bereich durch ein schwarzes Banner verhüllt. Dahinter formiert sich eine kleine Gruppe von HSV-Anhängern zu einer denkwürdigen Randale.

t-online.de protokolliert die 15 Minuten der Schande im Volksparkstadion.

90. Minute +1: Anhänger des HSV zünden bengalische Feuer und Rauchbomben. Schnell ist das halbe Stadion mit dichtem schwarzen Rauch gefüllt. Schiedsrichter Felix Brych unterbricht das Spiel.

90.+3: Die Nordkurve ist nun komplett in schwarzen Rauch gehüllt. Polizei und Ordner stürmen auf den Rasen und formieren sich in zwei Ketten vor dem Fanblock des HSV. Auch eine Reiterstaffel und Polizei-Hunde kommen zum Einsatz.

Rauchbomben auf dem Rasen: Die HSV-Fans sorgten kurz vor Abpfiff für eine lange Unterbrechung. (Quelle: dpa/Axel Heimken)Rauchbomben auf dem Rasen: Die HSV-Fans sorgten kurz vor Abpfiff für eine lange Unterbrechung. (Quelle: Axel Heimken/dpa)

90.+4: Parallel wird die Partie des VfL Wolfsburg gegen den 1. FC Köln abgepfiffen. Im Stadion verbreitet sich die Nachricht: Der HSV ist endgültig abgestiegen.

90.+5: Die unbeteiligten Zuschauer beginnen die randalierenden Chaoten auszupfeifen. Sie rufen "Wir sind Hamburger – und ihr nicht!" Unterdessen stehen die Mannschaften am Mittelkreis, einige Spieler haben den Platz auch bereits verlassen. Keiner weiß, wie es weitergeht. 

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90.+6: Schiedsrichter Brych ruft die beiden Teams auf dem Platz zusammen. Am anderen Ende des Spielfelds stehen Polizei und Ordner noch immer in zwei Reihen postiert. In den nächsten Minuten herrscht Ratlosigkeit. Wird das Spiel noch fortgesetzt?

90.+10: Der Nebel hat sich gelichtet. Polizei und Ordner rücken Schritt für Schritt an die Torauslinie heran. Im Block sind immer noch die randalierenden Fans zu sehen.

90.+12: Die Entscheidung ist gefallen: Das Spiel soll ein reguläres Ende finden. Polizei und Ordner wagen sich vorsichtig bis an die Torauslinie hervor und warten, ob es eine Reaktion aus dem Fanblock gibt.

Trainer Christian Titz (l.) tröstet seinen Kapitän Gotoku Sakai. (Quelle: dpa/Daniel Reinhardt)Trainer Christian Titz (l.) tröstet seinen Kapitän Gotoku Sakai. (Quelle: Daniel Reinhardt/dpa)

90.+14: Schiedsrichter Brych und die Spieler stellen sich auf dem Platz für einen Schiedsrichterball bereit. Kurios: Immer noch stehen Dutzende Polizisten nah an der Torauslinie auf dem Platz.

90.+17: Der letzte Polizist verlässt den Platz. Schiedsrichter Brych gibt den Ball vor der Südkurve, weit entfernt von der Randale, wieder frei. HSV-Torwart Julian Pollersbeck schießt den Ball direkt zu seinem Gegenüber Yann Sommer. Dann pfeift der Schiedsrichter ab.

Verwendete Quellen:

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