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FC St. Pauli feuert Cenk Sahin – wegen Solidarität zur türkischen Syrien-Offensive

Cenk Sahin muss gehen  

Wegen Sympathie für Militärschlag: St. Pauli feuert Spieler

15.10.2019, 10:34 Uhr | dpa

FC St. Pauli feuert Cenk Sahin – wegen Solidarität zur türkischen Syrien-Offensive. Cenk Sahin: Der Türke ist nicht mehr Spieler des FC St. Pauli.  (Quelle: imago images/Jan Huebner)

Cenk Sahin: Der Türke ist nicht mehr Spieler des FC St. Pauli. (Quelle: Jan Huebner/imago images)

Der FC St. Pauli hat seinen Spieler Cenk Sahin freigestellt. Die Maßnahme sei aufgrund der "wiederholten Missachtung der Werte des Vereins" geschehen. Auslöser war ein Instagram-Post des Spielers.  

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Mittelfeldspieler Cenk Sahin getrennt. Wie die Hamburger am Montag mitteilten, wurde der türkische Angreifer "mit sofortiger Wirkung vom Trainings- und Spielbetrieb freigestellt", nachdem es zuvor erneute Gespräche über dessen umstritten Post zwischen den Verantwortlichen des Vereins und dem 25 Jahre alten Profi gegeben habe.

Zur Entscheidungsfindung hätten vor allem die "wiederholte Missachtung der Werte des Vereins sowie der Schutz des Spielers" beigetragen, teilte der Klub mit. Sahins noch bis 2021 laufender Vertrag wurde noch nicht aufgelöst.

St. Pauli distanzierte sich von Sahins Post

"Zum Schutze aller Beteiligten" wurde Sahin seitens des FC St. Pauli eine Trainings- und Gastspielerlaubnis erteilt. Laut türkischen Medien sollen Zweitligist Boluspor und Viertligist Nevsehir Belediyespor Interesse haben.

Sahin hatte in einem Instagram-Post seine Unterstützung für die umstrittene türkische Militäroffensive in Syrien demonstriert. "Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs und der Armeen. Unsere Gebete sind mit euch!", hatte der 25-Jährige zu einem Foto mit türkischer Flagge geschrieben.


St. Pauli distanzierte sich anschließend "von dem Post und dem Inhalt, weil er mit den Werten des Vereins nicht vereinbar ist." Viele Fans hatten den Rauswurf des Profis gefordert, der sich aktuell in der Türkei aufhält.

Der Zweitligist teilte dazu mit: "Nach zahlreichen Gesprächen mit Fans, Mitgliedern und Freundinnen, deren Wurzeln in der Türkei liegen, ist uns bewusst geworden, dass wir differenzierte Wahrnehmungen und Haltungen aus anderen Kulturkreisen nicht bis ins Detail beurteilen können und sollten. Ohne jegliche Diskussion und ohne jeglichen Zweifel lehnen wir dagegen kriegerische Handlungen ab. Diese und deren Solidarisierung widersprechen grundsätzlich den Werten des Vereins."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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