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HSV — Nachfolger von Dieter Hecking: Daniel Thioune wird neuer Trainer

Der nächste, bitte  

HSV hat neuen Trainer gefunden

06.07.2020, 14:25 Uhr | sid, dpa

Hamburger SV: Neuer Trainer Thioune schwärmt von "Strahlkraft"

Daniel Thioune ist neuer Trainer des Hamburger SV. Auf einer Pressekonferenz sprach der Nachfolger von Dieter Hecking über seine Ziele mit dem HSV. (Quelle: SID)

Neuer Trainer beim HSV: Hier spricht Daniel Thioune über seine Ziele in der kommenden Saison und erklärt, warum er sich für den Wechsel nach Hamburg entschieden hat. (Quelle: SID)


Am Wochenende hat der HSV das Ende von Dieter Hecking als Trainer verkündet. Nun gibt es einen Nachfolger. Daniel Thioune ist kein Unbekannter. 

Neuer Coach, neuer Versuch, neue Hoffnung: Mit Daniel Thioune statt Dieter Hecking auf der Trainerbank will der Hamburger SV im dritten Anlauf wieder in die Fußball-Bundesliga zurückkehren. Das bestätigte der Verein am Montagnachmittag. "Wir haben mit Daniel Thioune einen Trainer geholt, der in Osnabrück mit überschaubaren Mitteln eine Mannschaft stetig weiterentwickelt hat. Er passt zu unserer den etwas veränderten Möglichkeiten angepassten Ausrichtung", sagte Sportvorstand Jonas Boldt. Die offizielle Vorstellung sehen Sie oben im Video oder hier.

Der Kontrakt des zehn Jahre älteren Hecking war nach dem erneut verpassten Aufstieg in der vergangenen Woche ausgelaufen. Thioune ist seit 2008 bereits der 21. Cheftrainer beim einstigen Bundesliga-Dino. "Dass der HSV zurück in die Bundesliga möchte, weiß jeder. Aber davon zu reden, bringt uns den Zielen nicht näher", betonte der neue Coach. Er wolle "hart daran arbeiten, dass sich alle Spieler weiterentwickeln".

Vier von sechs Punkten gegen den HSV

Thioune selbst hatte in der abgelaufenen Spielzeit einen maßgeblichen Anteil daran, dass die Hamburger auch 2020/21 zweitklassig spielen müssen. Mit den Niedersachsen holte der Sport- und Erziehungswissenschaftler gegen den HSV vier von sechs möglichen Punkten. 2017 hatte er mit dem VfL noch als Drittligist den damaligen Erstligisten HSV im Pokal aus dem Rennen geworfen.

Der frühere Zweitliga-Profi gilt als innovativer Fußballlehrer, der junge Spieler besser machen kann. Ungeachtet schwieriger finanzieller Bedingungen in Osnabrück geriet der Klassenerhalt des VfL unter seiner Regie nie ernsthaft in Gefahr. Da Thioune noch bis zum 30. Juni 2021 an seinen aktuellen Arbeitgeber gebunden ist, wird der HSV eine Ablösesumme zahlen müssen.

Nun gilt es Finanzprobleme zu lösen

Damit hat der zweimalige Europapokalsieger die erste wichtige Baustelle geschlossen. Nun gilt es, schnellstmöglich finanzielle Probleme zu lösen. In der Hansestadt wird nach einem neuen Hauptsponsor (bisher Emirates) gesucht. Ebenfalls noch nicht gefunden ist ein Namensgeber für das Volksparkstadion. Thioune gilt in diesem Zusammenhang auch als eher kostengünstige Lösung auf der Bank.

Schon bei seiner Vertragsverlängerung im September vergangenen Jahres hatte der einstige Stürmer indes keinen Hehl daraus gemacht, mittelfristig noch höher hinaus zu wollen: "Als Spieler wollte ich in die Bundesliga, habe es aber nicht geschafft. Als Trainer habe ich dieses Fernziel auch."

Immerhin reichte es zu 126 Zweitligaspielen. Thiounes größter sportlicher Erfolg als Profi war aber das Erreichen des Halbfinales im DFB-Pokal 2003/2004 mit dem VfB Lübeck. In der Vorschlussrunde verloren die Schleswig-Holsteiner beim späteren Double-Gewinner Werder Bremen erst in der Verlängerung unglücklich mit 2:3 – und mit Hecking an der Seitenlinie des Weserstadions.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen sid, dpa

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