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ARD-Schlusskonferenz in Gefahr

Von sid, t-online
Aktualisiert am 03.01.2013Lesedauer: 1 Min.
Die Stimme des WDR: Sabine Töpperwien bei einer Live-Reportage in Leverkusen.
Die Stimme des WDR: Sabine Töpperwien bei einer Live-Reportage in Leverkusen. (Quelle: dpa-bilder)
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Einer Bundesliga-Institution droht das Aus. Weil die Deutsche Fußball-Liga DFL erstmals die Hörfunkrechte ausschreibt, ist die traditionsreiche Konferenzschaltung bei den Radiosendern der ARD in Gefahr. Das beste Angebot für die Live-Übertragung aus den Stadion erhält den Zuschlag für vier Spielzeiten von der Saison 2013/2014 an.

Vorreiter fürs Fernsehen

Die samstägliche Berichterstattung der ARD-Sender hat Kultstatus bei Fußballfreunden und erreicht trotz gewachsener Konkurrenz durchs Fernsehen immer noch über sechs Millionen Hörer. Besonders beliebt ist die Schlusskonferenz ab 16.55 Uhr, in der es teilweise dramatisch zugeht. Sobald irgendwo ein Tor fällt, wechselt die Konferenz ins entsprechende Stadion und schildert hautnah die Ereignisse. Damit war die vom WDR produzierte Sendung auch Vorreiter fürs TV: der Bezahlsender Sky nutzt dasselbe Schema für seine Fernseh-Übertragung.

Die Radio-Konferenz ist mehrfach preisgekrönt worden. Am besten in Erinnerung ist die Schlusskonferenz vom letzten Bundesliga-Spieltag 1998/1999, als sich Frankfurt, Rostock und Nürnberg ein dramatisches Fernduell um den Klassenerhalt lieferten und Reporter Günther Koch den berühmten Satz prägte: "Hier ist Nürnberg, wir melden uns vom Abgrund."


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Entscheidung bis Ende März

Bisher gab es keine Ausschreibung der Radiorechte. Die Berichterstattung durch die ARD-Sender ist durch einen sogenannten Kooperationsvertrag geregelt und kostet geschätzte sieben Millionen Euro pro Saison. Ein Verbund von Privatsendern könnte nun in Konkurrenz zur ARD treten.

Neben den Audiorechten werden in einem zweiten Paket auch die Live-Rechte für die Internetübertragung angeboten, die momentan der Internet-Radiosender "90elf" nutzt. Zudem wird ein Zusatzpaket mit erweiterten Zutrittsrechten zum Stadion ausgeschrieben. Die Entscheidung über die Rechtevergabe soll bis Ende März 2013 getroffen werden.

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