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Oliver Kahn: Guardiola kann FC Bayern nachhaltig verändern

Kahn: Guardiola als Chance, den Klub nachhaltig zu verändern

21.01.2013, 20:10 Uhr | t-online.de

Oliver Kahn: Guardiola kann FC Bayern nachhaltig verändern. Josep Guardiola übernimmt im Sommer den FC Bayern München. (Quelle: imago images)

Josep Guardiola übernimmt im Sommer den FC Bayern München. (Quelle: imago images)

Muss die Bundesliga künftig den FC Bayern "statt mit einem Fernglas, mit einem Teleskop an der Tabellenspitze suchen"? Wenn es nach Oliver Kahn geht, ja! Der Grund dafür ist klar: Josep Guardiola. Für den ehemaligen deutschen Nationaltorhüter kann der Rekordmeister mithilfe seines künftigen Trainers zur Nummer eins in Europa werden.

In seinem "Bild"-Blog erklärt Kahn: "Wer Guardiolas Wirken in Barcelona verfolgt hat, erkennt schnell, dass Langfristigkeit ein wesentlicher Faktor der dortigen Erfolge war. Guardiola und Sportvorstand Matthias Sammer haben jetzt die Möglichkeit, den Klub perspektivisch zu entwickeln und nachhaltig zu verändern."

"Anders als bei Louis van Gaal"

Kahn, der mit den Bayern die Champions League gewann, verweist auf die Kernelemente des Systems, das Guardiola in Barcelona zunächst als Spieler selbst erlernte und dann als Trainer umsetzte und weiterentwickelte. "Als Trainer hat Guardiola Barcas Stil in den letzten Jahren immer weiter entwickelt, zum Teil auch interessante Veränderungen vorgenommen. So hat er zum Beispiel den klassischen Mittelstürmer abgeschafft. Es wird spannend zu beobachten sein, ob auch der FC Bayern in Zukunft mit einer 'falschen 9' spielen wird."

Ein zentrales Element der Spielidee Guardiolas sei der Ballbesitz, "aber anders als bei Louis van Gaal, wo der Ballbesitz oft Selbstzweck war", so Kahn. Guardiola verlange vielmehr, schnell und unberechenbar zu bleiben. "Die Akteure müssen schon vor der Ballannahme das Spielfeld im Auge haben, um ihre nächsten Aktionen zu antizipieren." Das bedeute auch, dass im Gegenzug der Ball binnen weniger Sekunden wieder zurückerobert werden müsse - ganz so, wie es die spanische Nationalmannschaft in den letzten sechs Jahren bis zur Perfektion gespielt hat.

"Eine durchgängige Philosophie entwickeln"

Kahn geht aber nicht davon aus, dass der Spanier versuchen wird, seine Vorstellungen eins zu eins auf den FC Bayern übertragen zu wollen. "Anders als die Barca-Spieler sind die Bayern-Spieler nicht mit diesen Automatismen aufgewachsen." Schließlich lassen die Katalanen seit Jahren in allen Jugendmannschaften genau das trainieren, was sie später von den Spielern bei den Profis erwarten. So sind über die Jahre viele Nachwuchsspieler zu internationalen Top-Stars gereift und spielen noch heute im Trikot des FC Barcelona.

"Sollte es Guardiola und Sammer gelingen, eine durchgängige Philosophie zu entwickeln und zu implementieren, stellt das einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor im Kampf um die Nummer eins in Europa dar", ist Kahn überzeugt. Eine Entwicklung, die der Bundesliga internationales Renommee einbringen würde. Doch national bräuchte in Kahns Augen die Konkurrenz eben jenes zitierte "Teleskop".

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