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Vor DFB-Pokalfinale 2014: Ribéry kritisiert FCB-Coach Guardiola


Drama um Thiago
Ribéry kritisiert Bayern-Trainer Guardiola

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 15.05.2014Lesedauer: 3 Min.
Aufgrund von Rückenproblemen wird Franck Ribéry gegen Dortmund wohl nicht in der Startformation stehen.Vergrößern des BildesAufgrund von Rückenproblemen wird Franck Ribéry gegen Dortmund wohl nicht in der Startformation stehen. (Quelle: MIS/imago-images-bilder)
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Ausgerechnet vor dem letzten Saisonhöhepunkt sorgt Franck Ribéry für Wirbel. Wenige Tage vor dem DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund (Samstag, ab 19.45 Uhr im T-Online.de Live-Ticker) hat der zuletzt angeschlagene Star des FC Bayern öffentlich Trainer Pep Guardiola kritisiert. Damit löste der Franzose bei den Verantwortlichen ebenso wenig Jubelstürme aus, wie die neuerliche Verletzung von Mittelfeldspieler Thiago, der nicht nur auf das Pokalfinale, sondern auch auf seine erste WM-Teilnahme verzichten muss.

Ribéry bezog sich mit seiner Kritik vor allem auf die für Spieler schwer nachzuvollziehende Kadernominierung Guardiolas. "Manchmal spielst du, manchmal sitzt du auf der Bank, manchmal bleibst du ganz zu Hause. Das war für alle eine neue Situation", gab der Dribbelkünstler laut "kicker" zu verstehen, dass er vor allem Kontinuität braucht, um im Rhythmus zu bleiben.

"Ich brauche Spiele"

Ribéry, der zum Jahreswechsel noch ein heißer Kandidat auf den Titel des Weltfußballers war, spielte eine starke Hinrunde. Doch als es in der Endphase der Saison gegen Real Madrid um den Einzug ins Champions-League-Finale ging, war er plötzlich völlig außer Form. "Ich persönlich brauche Spiele. Ich brauche nach fünf, sechs Spielen vielleicht eine Pause, aber nicht nach einem", versuchte er nun seinen Leistungsabfall zu erklären.

Zwar habe er sich mit dem Coach längst ausgesprochen, doch dass er sich zu solchen Aussagen plötzlich und unvermittelt vor dem Gipfel gegen Dortmund hat hinreißen lassen, störte Matthias Sammer gewaltig. "Es ist kein Zeitpunkt, vor einem Pokalfinale persönliche Dinge zu besprechen", sagte der Sport-Vorstand des Rekordmeisters.

Ribéry hofft auf einen Kurzeinsatz

Zumal Ribéry in Berlin ohnehin erst einmal nur eine Nebenrolle spielen wird. Aufgrund von Rückenproblemen konnte der 31-Jährige zuletzt nicht richtig trainieren und wird nicht in der Startelf stehen. "Ich habe hart gearbeitet, um mit nach Berlin zu fahren. Aber es wird schwierig, von Anfang an oder gar 90 Minuten zu spielen", sagte Ribéry. "Vielleicht reicht es für die Bank oder um ein bisschen zu spielen."

Schweinsteiger angeschlagen

Ebenfalls nicht in der Startformation wird wohl Bastian Schweinsteiger sein. Beim Mittelfeldspieler, der im letzten Bundesligaspiel gegen Stuttgart wegen einer Reizung der Patellasehne ausgewechselt wurde, müsse man weiter "von Tag zu Tag schauen", sagte Sammer. Bayerns Vize-Kapitän hat bislang nicht mit der Mannschaft trainiert. "Pep Guardiola und Bastians Gesundheitszustand entscheiden", fügte Sammer an.

WM-Aus für Thiago - OP lief erfolgreich

Für Thiago ist die Saison indes endgültig gelaufen. Der Mittelfeldspieler erlitt im Training einen erneuten Innenbandanriss am rechten Kniegelenk. Der 23-Jährige wurde bereits operiert, der einstündige Eingriff verlief gut. Bis zum Wochenende soll Thiago im Krankenhaus bleiben und dann 14 Tage lang Gips tragen. In zweieinhalb Wochen kann er wohl schon mit der Reha beginnen. Ein Einsatz im Pokalfinale ist daher nicht möglich. Außerdem muss Thiago auch Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque für die WM 2014 in Brasilien absagen.

Am 28. Spieltag zog sich der 23-Jährige im Spiel gegen die TSG Hoffenheim seinen ersten Innenbandteilabriss im rechten Knie zu. Die abschließende Reha verlief problemlos, so dass er vor wenigen Tagen ins Mannschaftstraining einsteigen konnte. Die Voraussetzung für seine Nominierung in den vorläufigen WM-Kader Spaniens. Jetzt erlitt der Mittelfeldspieler einen Rückschlag.

Genesungswünsche von den Kollegen

"Das ist bitter für Thiago, uns tut der Junge leid", erklärte Karl-Heinz Rummenigge. "Ein junger Bursche, der auf sein Comeback und die WM in seinem Geburtsland hingearbeitet hat – und plötzlich sind beide Träume geplatzt. Wir werden uns in den kommenden Wochen sehr um ihn kümmern und alles dafür tun, damit er zum Saisonstart 2014/15 wieder fit ist“, so der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München weiter.

Auch die Bayern-Kollegen drückten ihr Mitgefühl aus. "Er ist ein Supertyp. Es ist schade für ihn. Vor allem tut es mir leid, dass er die Weltmeisterschaft verpasst", sagte Thomas Müller. Jerome Boateng blickte schon nach vorne. "Das ist sehr bitter. Wir wünschen ihm alles Gute, dass er zur neuen Saison wieder mit uns angreifen kann."

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