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Ausgeglichen, aber schwach: Das ist das Dilemma der Bundesliga

Studie erklärt  

Das ist das Dilemma der Bundesliga

02.04.2018, 20:18 Uhr
Ausgeglichen, aber schwach: Das ist das Dilemma der Bundesliga. Gladbachs Lars Stindl nach dem 0:0 gegen Mainz: Auch die Borussia hat ihre Konstanz verloren. (Quelle: imago images/Jan Huebner)

Gladbachs Lars Stindl nach dem 0:0 gegen Mainz: Auch die Borussia hat ihre Konstanz verloren. (Quelle: Jan Huebner/imago images)

In keiner der europäischen Top-Ligen sind die Spiele so eng und umkämpft wie in der Bundesliga. Das erhöht zwar die Spannung, ist aber nur die Folge eines großen Problems.

Die Bundesliga ist die ausgeglichenste Top-Liga Europas. Das ist das Ergebnis einer Studie der Schweizer Wissenschaftler vom CIES Football Observatory. Sie haben für alle großen europäischen Ligen errechnet, wie viele Spiele mit einem Unterschied von mindestens drei Treffern enden. In der Bundesliga sind es nur 11,1 Prozent.

Zum Vergleich:

  • England: 21,9 Prozent
  • Italien: 19,8 Prozent
  • Spanien: 17,9 Prozent
  • Frankreich: 17,6 Prozent

Die meisten Spiele der Bundesliga sind also – ausschließlich vom Ergebnis her betrachtet – spannend. Komplett einseitige Spiele, wie am vergangenen Wochenende Bayern gegen Dortmund oder Hoffenheim gegen Köln (beide 6:0), haben echten Seltenheitswert.

Internationales Abschneiden leidet

Das ist grundsätzlich positiv für die Zuschauer. Jeder kann jeden schlagen – diese Floskel trifft mit Ausnahme der Spiele gegen den FC Bayern München statistisch tatsächlich zu. Und das macht den Reiz der Liga aus. Fans kleinerer Klubs in England oder Spanien können sich den Stadionbesuch gegen die Top-Teams hingegen meist schenken – die Klatsche ist so gut wie sicher.

Die Zahlen sollten aber auch ein Warnsignal sein. Das gesunde Leistungsgefälle innerhalb der Liga ist verloren gegangen. Hinter dem FC Bayern gibt es zurzeit nicht einmal ein zweites konstantes Top-Team. Die Ausgeglichenheit der Liga ist auch eine Folge der Schwäche von Teams wie Borussia Dortmund oder Bayer Leverkusen, die die Rolle als zweite beziehungsweise dritte Kraft der Bundesliga zuletzt nicht mehr ausfüllen konnten.

Auch das Abschneiden der deutschen Klubs in den internationalen Wettbewerben hat gelitten. So schlecht wie diese Saison waren die Bundesliga-Vereine in der Fünfjahreswertung der Uefa seit Jahren nicht mehr. Die ausgeglichene Liga hat Überraschungsteams wie Hoffenheim oder Köln in den Europapokal gespült. Dort stießen sie an ihre Grenzen.

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