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Rummenigge erklärt Wut-PK und tadelt Hoeneß

Von sid, t-online
Aktualisiert am 22.10.2018Lesedauer: 2 Min.
Bayern-Bosse: Karl Heinz Rummenigge (l.) und Uli Hoeneß am Samstag während des 3:1-Sieges in Wolfsburg.
Bayern-Bosse: Karl Heinz Rummenigge (l.) und Uli Hoeneß am Samstag während des 3:1-Sieges in Wolfsburg. (Quelle: Camera 4/imago-images-bilder)
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Karl-Heinz Rummenigge hat sich erstmals nach dem denkwürdigen Auftritt der Bayern-Bosse geäußert. Er erklärte die Beweggründe

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Rekordmeister Bayern München hat die viel diskutierte Bosse-PK verteidigt, allerdings Präsident Uli Hoeneß für dessen Wortwahl am vergangenen Freitag getadelt. "Ich glaube, der Uli weiß, dass er zumindest mit dem einen Wort nicht sehr glücklich gelegen ist", sagte Rummenigge vor dem Abflug zum Champions-League-Spiel am Dienstag (ab 18.55 Uhr im Liveticker von t-online.de) beim griechischen Meister AEK Athen.

Rummenigge: "Ein wichtiges Zeichen für die Spieler"

Hoeneß hatte dem ehemaligen Bayern-Profi Juan Bernat vorgeworfen, in der vergangenen Saison beim FC Sevilla (2:1) "einen Scheißdreck" gespielt zu haben. Bernat sei deshalb zu Paris St. Germain verkauft worden. Rummenigge lobte Bernats gelassene Reaktion: "Ich muss ehrlich sagen, es hat mir gut gefallen, weil er damit sehr entspannt umgegangen ist." Bernat hatte sich für die Zeit beim FC Bayern bedankt und war nicht weiter auf Hoeneß’ Kommentar eingegangen.


Deutlicher wurde diesbezüglich der ehemalige Bayern-Star Paul Breitner. Der Weltmeister von 1974 sagte zum Auftritt seines Freundes Hoeneß: "Karl-Heinz (Rummenigge, Anm. d. Red.) kommt vorbereitet da rein, bringt das Grundgesetz vor – und zehn Minuten später tritt der neben ihm dieses Grundgesetz mit Füßen", sagte der 67-Jährige dem Bayerischen Rundfunk.

Klub-Legende: Paul Breitner spielte von 1970 und 1974 sowie von 1978 bis 1983 für Bayern München und gewann mit dem Klub fünfmal die Meisterschaft.
Klub-Legende: Paul Breitner spielte von 1970 und 1974 sowie von 1978 bis 1983 für Bayern München und gewann mit dem Klub fünfmal die Meisterschaft. (Quelle: Michael Weber/imago-images-bilder)

Und er fügte hinzu: "Ich bin nach wie vor deprimiert, weil ich mir nie vorstellen konnte in 48 Jahren, die ich mit oder am Rande des FC Bayern lebe, dass sich dieser Verein diese Blöße gibt. Dass er diese Schwäche zeigt."

Die Motivation der Bayern-Bosse

Rummenigge sprach erstmals auch über die Motive für den aufsehenerregenden Auftritt der Münchner Bosse. "Sinn und Ziel der ganzen Geschichte war, der Mannschaft und dem Trainer zu zeigen, dass wir bereit sind, sie nach außen zu schützen. Das war ein wichtiges Zeichen für die Spieler", sagte er. Einige Profis hätten sich dafür bedankt.


Das Medienecho "dieser Größenordnung" habe weder ihn noch Hoeneß überrascht: "Dass die Medien zurückkritisieren, war zu erwarten." Das Wichtigste sei gewesen, dass die Mannschaft nach vier Spielen ohne Sieg beim VfL Wolfsburg (3:1) eine Reaktion gezeigt habe. "Ich glaube, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt hat, dass sie gefragt ist zu reagieren. Das hat sie gut gemacht. Ich hoffe und wünsche, dass wir da weitermachen."

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Verwendete Quellen
  • sid
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