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Revierderby: Ernüchterung nach Derbypleite - Schalke auf Stürmersuche


Revierderby  

Ernüchterung nach Derbypleite - Schalke auf Stürmersuche

09.12.2018, 11:36 Uhr | dpa

Revierderby: Ernüchterung nach Derbypleite - Schalke auf Stürmersuche. Schalkes Trainer Domenico Tedesco (M) lässt nach der Heimniederlage den Kopf hängen.

Schalkes Trainer Domenico Tedesco (M) lässt nach der Heimniederlage den Kopf hängen. Foto: Ina Fassbender. (Quelle: dpa)

Gelsenkirchen (dpa) - Die Mannschaft am Boden, der Trainer in Erklärungsnot: Beim FC Schalke 04 herrscht nach dem 1:2 im Revierderby gegen Borussia Dortmund Tristesse. Mit 14 Punkten nach 14 Spieltagen steckt der Vizemeister der Vorsaison im Abstiegskampf.

"Ich weiß nicht, wie man das nennt", sagte Sportvorstand Christian Heidel fast trotzig. "Aber wir können die Tabelle lesen. Wir sind uns der Situation bewusst. Wir stehen da hinten und kommen da momentan nicht raus."

Der tiefe Fall bereitet auch dem Trainer-Aufsteiger des Vorjahres Sorgen. Gleichwohl gibt sich der 33-Jährige kämpferisch. "Dass die Situation nicht schön ist, ist irgendwo klar", sagte Tedesco, dessen Team nach Toren von Thomas Delaney und Jadon Sancho erstmals seit drei Jahren ein Derby verlor. Der Rückstand auf den Erzrivalen und Bundesliga-Spitzenreiter BVB beträgt 22 Punkte, und die Abstiegsränge sind bedrohlich nahe.

Trotz des Absturzes ließ Aufsichtsratschef Clemens Tönnies schon vor der Partie keine Zweifel an Tedesco aufkommen. "Wir haben einen herausragenden Trainer. Einen Fußball-Fachmann, der auch menschlich zu 100 Prozent zu Schalke passt", hatte Tönnies im Interview der "Bild" schon vor der Derby-Pleite unterstrichen. "Es gibt nicht den Ansatz eines Zweifels, dass er uns aus dem Tal führen wird."

Doch Tedesco scheint vom Glück verlassen. Anders als im Vorjahr gehen alle engen Spiele verloren, taktische Maßnahmen greifen nicht. Dazu kommt die große Stürmernot. Gegen den BVB fielen gleich fünf Offensivkräfte aus. So versuchte es Tedesco mit Guido Burgstaller und Weston McKennie in vorderster Linie. Und nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Burgstaller (36. Minute) brachte der Trainer Linksverteidiger Hamza Mendyl, obwohl der gelernte Angreifer Jewgeni Konopljanka noch auf der Bank saß.

Das sorgte beim Sky-Experten Christoph Metzelder für Erstaunen. "Es hat mich schon gewundert, dass im Grunde ein Linksverteidiger und ein gelernter defensiver Mittelfeldspieler in der vordersten Reihe gespielt haben. Beide haben nicht ein einziges Mal auf das Tor geschossen."

Tedesco gestand, dass sein Experiment nicht aufging. "Ich muss ehrlich zugeben, es hat nicht so funktioniert, wie ich mir gedacht habe. Uns hat die Durchschlagskraft gefehlt." So reichte es nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch ein Elfmetertor von Daniel Caligiuri.

Besserung ist bis zur Winterpause nicht in Sicht. "Wir haben schon so viele Nackenschläge gehabt, das werden wir jetzt auch meistern und wieder da rauskommen", sagte Tedesco. Er überlegt, den 18 Jahre alten Stürmer Ahmed Kutucu aus der U19 hochzuziehen. "Die Personalsituation wird sich eher dramatisieren", sagte Heidel: "Aber ich ziehe den Hut davor, dass der Trainer nie darüber spricht."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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