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Bundesliga - "Dumm verteidigt": Berliner bestrafen naive Nürnberger

Bundesliga  

"Dumm verteidigt": Berliner bestrafen naive Nürnberger

21.01.2019, 07:16 Uhr | dpa

Bundesliga - "Dumm verteidigt": Berliner bestrafen naive Nürnberger. Herthas Ondrej Duda bejubelt seinen Treffer gegen den 1.

Herthas Ondrej Duda bejubelt seinen Treffer gegen den 1. FC Nürnberg. Foto: Daniel Karmann. (Quelle: dpa)

Nürnberg (dpa) - Jubelnd hüpften die Hertha-Profis vor dem Block ihrer mitgereisten Fans, während die Verlierer des 1. FC Nürnberg deprimiert vom Platz schlichen.

Beim Tabellenletzten geht auch 2019 nicht mehr, das 1:3 (1:1) zum Rückrundenstart offenbarte wieder die fehlende Tauglichkeit für die Fußball-Bundesliga. "Um es kurz zu machen: In den entscheidenden Situationen haben wir extrem dumm verteidigt", resümierte Außenverteidiger Enrico Valentini. Seit zwölf Spielen wartet der "Club" inzwischen auf den dritten Saisonsieg.

Die Franken konnten einen Tag nach den Niederlagen der direkten Konkurrenten FC Augsburg, VfB Stuttgart und Hannover 96 die schöne Vorlage im Abstiegskampf nicht nutzen. Trotzdem rühmte Trainer Michael Köllner den "riesigen Kampfgeist" seiner Mannschaft. Er vermied harte Kritik am eigenen Personal und hob lieber die Klasse des Siegers hervor: "Die Qualität des Gegners hat man bei den Gegentoren gesehen. Hertha hat extrem abgezockt gespielt."

In der Tat: Beim 50. Bundesligasieg von Hertha-Coach Pal Dardai schossen der starke Angreifer Vedad Ibisevic (15. Minute) und der zweimal erfolgreiche Spielmacher Ondrej Duda (50./70.) die Tore. Die Berliner rückten auf Platz sieben vor. "Wir haben eine perfekte zweite Halbzeit gespielt und schöne Tore erzielte", lobte Dardai.

Bei Dauerfrost konnte Nürnbergs Kapitän Hanno Behrens vor 36.112 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion lediglich in einer nachlässigen Berliner Phase zum 1:1 ausgleichen (42.). Der "Club" spielte engagiert, aber offensiv und defensiv mangelt es an Qualität. "Wir haben zu wenig Durchschlagskraft entwickelt", erklärte Valentini.

Neue Spieler hat der Tabellenletzte bislang nicht verpflichtet, bis Ende des Monats bleibt noch Zeit. "Qualität kostet ein paar Euro", argumentierte Sportvorstand Andreas Bornemann bei "Sky".

Köllner konnte immerhin vier "interne Zugänge" (Bornemann) aufbieten. Denn Torwart Christian Mathenia, Kapitän Behrens, Eduard Löwen und Valentini waren nach Verletzungen wieder dabei. Das zahlte sich beim 1:1 aus. Löwens Schussversuch im Anschluss an einen von den Berlinern schlecht verteidigten Eckball drückte Behrens über die Linie.

Es war eine der wenigen gelungenen Offensivaktionen der Gastgeber, bei denen der gegnerische Strafraum wieder oft wie ein Sperrbezirk erschien. Die spielerisch reiferen Berliner dominierten fast die gesamte Partie. Dardai bot im Mittelfeld sogar Marko Grujic auf, obwohl dieser nach einer Fußverletzung noch Trainingsrückstand hat. Der 22-Jährige agierte bis zu seiner geplanten, frühen Auswechslung (57.) mit Umsicht und Ballsicherheit, war aber noch nicht der Alte.

Warum die Nürnberger die meisten Tore in der Liga kassiert haben, wurde exemplarisch beim ersten Gegentor deutlich. Mit einem simplen Doppelpass narrten Ibisevic und Sturmpartner Davie Selke die Abwehr um den neu ins Team gerückten Brasilianer Ewerton. Ibisevic schloss trocken ab, es war das siebte Saisontor des Bosniers.

Köllner haderte nach dem Spiel damit, dass beim Schussversuch von Mikael Ishak nach einem weiteren Eckball kein Elfmeterpfiff ertönte (49.). Der Angreifer sei regelwidrig behindert worden. "Für mich war das ein klares Foul an Ishak", schimpfte Köllner. Im Gegenangriff schlug die Hertha vorentscheidend zu: Ibisevic ließ eine Flanke auf Duda abtropfen, der aus zentraler Position sein achtes Saisontor erzielte. Das neunte legte Duda prompt nach. Selke traf in der 81. Minute zudem den Pfosten. Dardai sprach von einem "verdienten Sieg".

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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