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Stevens' Schalkern gelingt gegen 96 der Befreiungsschlag

Bundesliga  

Stevens' Schalkern gelingt gegen 96 der Befreiungsschlag

31.03.2019, 18:23 Uhr | sid, t-online

Stevens' Schalkern gelingt gegen 96 der Befreiungsschlag. Klublegende: Huub Stevens feierte gegen Hannover seinen 100. Sieg als Schalke-Trainer. (Quelle: dpa/Peter Steffen)

Klublegende: Huub Stevens feierte gegen Hannover seinen 100. Sieg als Schalke-Trainer. (Quelle: Peter Steffen/dpa)

Schalke 04 hat den Abwärtstrend in der Bundesliga gestoppt. Das Team von Interimstrainer Huub Stevens gewann bei Hannover 96, war dabei besonders in der zweiten Hälfte aber klar unterlegen. 

Huub Stevens nahm den Schalker Siegtreffer durch Suat Serdar ohne jede äußerliche Regung hin, die mitgereisten Fans feierten hingegen das erlösende 1:0 (0:0) des tief gefallenen Vizemeisters beim Bundesliga-Schlusslicht Hannover 96 euphorisch: Schalke 04 hat seine sportliche Talfahrt im zweiten Spiel unter Trainerhaudegen Stevens vorerst gestoppt und sich durch den ersten Ligasieg seit dem 20. Januar etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschafft.

Stevens‘ 100. Sieg als S04-Trainer

"In unserer Situation hast du keine Leichtigkeit, da muss gekämpft werden. Das haben die Jungs gemacht", sagte Stevens nach seinem 100. Sieg als Trainer der Königsblauen am Sky-Mikrofon: "Mein Dank dafür, dass wir heute die Null gehalten haben, geht an Alexander Nübel. Ich hoffe, dass dieses Resultat uns Vertrauen gibt für die nächsten Spiele." U21-Nationaltorwart Nübel hatte Schalke mit einigen Glanzparaden den knappen Sieg gerettet.

Schlusslicht Hannover hingegen ist nach der sechsten Niederlage in Serie kaum noch zu retten. 96-Kapitän Marvin Bakalorz haderte: "Es zieht sich durch die ganze Saison. Es ist immer ein Fuß dazwischen, oder der Torwart hält überragend. Aber im Sport muss man weitermachen." Die Position von Trainer Thomas Doll und Manager Horst Heldt bei Martin Kind, dem eigenwilligen Chef der 96-Profiabteilung, dürfte weiter geschwächt sein. Heldt schloss eine Trainerentlassung aus: "Für mich macht es überhaupt keinen Sinn." Bezüglich seines Standes bei Kind könne er "nicht viel dazu sagen. Es ist kurz nach dem Spiel, ich habe noch nicht mit Herrn Kind gesprochen."

Tor des Tages durch Serdar

In einer über weite Strecken zerfahrenen und eher unansehnlichen Begegnung gelang Serdar in der 39. Minute der Treffer des Tages. Mittelfeldspieler Serdar nutzte ein Abstimmungsproblem in der 96-Defensive und war mit einem Flachschuss erstmals im Schalke-Trikot erfolgreich.

Beiden Mannschaften merkte man von der ersten Minute die Verunsicherung durch die Misserfolge der vergangenen Wochen an. Strukturierte Aktionen waren selten, meistens ergaben sich Torchancen zufällig. So vergab bei Schalke Matija Nastasic (12.) eine gute Kopfballmöglichkeit, in der 35. Minute endete ein Alleingang von Kapitän Benjamin Stambouli mit einer starken Aktion von 96-Torhüter Michael Esser.

96 in der zweiten Hälfte stärker

Dessen Gegenüber Nübel zeichnete sich bei einem strammen Schuss von Hendrik Weydandt (19.) aus, acht Minuten später verzog Genki Haraguchi für die Norddeutschen knapp. Ansonsten beherrschten die Abwehrspieler hüben wie drüben das Geschehen auf dem Spielfeld und ließen wenig zu.

Hannovers Trainer Doll musste auf den angeschlagenen brasilianischen Stoßstürmer Jonathas verzichten, zumindest in den ersten 45 Minuten eine klare Schwächung seines Teams. Den Platzherren fehlte es an Durchschlagskraft, bei sich anbahnenden Abschlüssen waren die Doll-Schützlinge viel zu hektisch.


Der Coach erkannte diese Defizite und ersetzte in der Halbzeitpause Oliver Sorg durch den offensiver ausgerichteten Florent Muslija. Eine Maßnahme, die zumindest kurzzeitig Wirkung zeigte, die Norddeutschen wirkten mutiger, strahlten aber weiterhin zu wenig Torgefahr aus. In der 75. Minute allerdings hatte Muslija Pech, als er mit einem Distanzschuss nur das Lattenkreuz traf. Wenig später parierte Nübel stark gegen Nicolai Müller.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

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