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Unentschieden gegen Union Berlin: FC Schalke 04 bleibt erneut sieglos

Bei Union Berlin  

"Ein bisschen verzweifelt": Schalke stellt Negativ-Rekord auf

07.06.2020, 17:37 Uhr | dpa, sid

Unentschieden gegen Union Berlin: FC Schalke 04 bleibt erneut sieglos . Alessandro Schöpf (li.) im Zweikampf mit Robert Andrich (re.): Schalke versucht, mehr Kontrolle über das Spiel zu erlangen. (Quelle: dpa/Michael Sohn)

Alessandro Schöpf (li.) im Zweikampf mit Robert Andrich (re.): Schalke versucht, mehr Kontrolle über das Spiel zu erlangen. (Quelle: Michael Sohn/dpa)

Der FC Schalke 04 bleibt auch im zwölften Spiel in Serie sieglos. Gegen Aufsteiger Union Berlin reichte es für die Gelsenkirchener nach zuletzt vier Niederlagen zumindest zu einem Punktgewinn.

Der FC Schalke 04 hat auch beim schwächelnden Aufsteiger Union Berlin nicht den Weg aus der Krise gefunden und seinen Negativrekord von zwölf Spielen ohne Sieg eingestellt. Gegen die selbst seit nun sieben Spielen sieglosen Eisernen kam die Mannschaft von Trainer David Wagner am Sonntag nur zu einem glücklichen 1:1-Unentschieden und ist somit weiter das schlechteste Team der Bundesliga seit dem Wiederbeginn nach der Corona-Pause. Robert Andrich (11. Minute) brachte die Gastgeber in Führung. Jonjoe Kenny (28.) glich für Schalke aus und sorgte somit immerhin für den ersten Schalker Punktgewinn seit dem Re-Start.

"Wir hätten gerne drei Punkte mitgenommen. In jedem Spiel passiert uns ein kleiner Fehler, der zum Tor führt, und dann rennst du gleich wieder hinterher. Danach haben wir besser ins Spiel gefunden", sagte Schalkes Interimskapitän Daniel Caligiuri nach der Partie bei Sky.

Union konnte durch das Remis den Abstand auf den Relegationsrang wieder auf vier Zähler ausbauen und nähert sich langsam dem großen Ziel Klassenerhalt. Schalke muss mit 38 Zählern nicht mehr bangen. Für die eigenen internationalen Ansprüche war aber auch die Leistung im Stadion an der Alten Försterei wieder viel zu wenig.

Beide Mannschaften knieten vor dem Anpfiff als Zeichen gegen Rassismus am Mittelkreis nieder – auch Schiedsrichter Tobias Stieler schloss sich mit seinem Gespann der Aktion an.

Unsicherheiten auf beiden Seiten

Die Verunsicherung nach den Misserfolgen war beiden Teams anzumerken. Dabei hatten die Unioner diesmal sogar deutlich hörbare Unterstützung von rund 30 Fans, die in Kleingruppen mit gebotenem Corona-Abstand hinter der Tribüne, aber außerhalb des engen Stadionareals, eifrig sangen. Die anwesende Polizei schritt nicht ein.

Schalke-Coach Wagner baute taktisch um und bot Salif Sané als Ersatz für den gesperrten Weston McKennie als Abräumer vor einer Viererkette auf. Union agierte offensiver als sonst. Anthony Ujah (9.), als zweite Spitze neben Sebastian Andersson aufgeboten, köpfte knapp über das Tor. Wenig später nutzte der Nigerianer einen Fehler von Juan Miranda zur Vorlage auf Andrich, der zu seinem ersten Bundesliga-Tor vollendete. Bitter für den nach Gelb-Rot-Sperre zurückgekehrten Mittelfeldabräumer: Später sah er seine zehnte Gelbe Karte und fehlt am kommenden Samstag beim 1. FC Köln.

Schalke mit defensiven Lücken und offensiven Schwächen

Erstmals führte Union wieder in einem Spiel nach der Corona-Pause. Und das tat den Eisernen gut. Andersson (13.), Florian Hübner (15.) und Ujah (24.) hatten beste Chancen zu erhöhen. Die Lücken in der Schalker Defensive waren bedenklich. Eine richtige Torchance hatte Schalke in der ersten Halbzeit nicht und kam dennoch zum Ausgleich – und das auch noch in Unterzahl. Als Rabbi Matondo angeschlagen behandelt wurde, zeigte Union ungewohnte Passivität in der ganzen Deckung. Kenny zog aus der Distanz ab und traf genau ins Eck.

Union zog sich in der zweiten Halbzeit mehr zurück. Offensichtlich war den Eisernen der eine Punkt doch zu wichtig, um weiter Risiko zu gehen. Schalke konnte das wachsende Übergewicht aber nicht zu zwingenden Aktionen nutzen. Die Konzeptlosigkeit der Gäste hätte Keven Schlotterbeck (87.) fast noch bestraft, aber Torwart Alexander Nübel verhinderte das zweite Berliner Tor.

Schalke-Stürmer Michael Gregoritsch wirkte nach der Partie resigniert. "Die ganze Mannschaft ist im Moment ein bisschen verzweifelt", sagte die Augsburg-Leihe nach dem Schlusspfiff bei Sky. Sein Trainer David Wagner erklärte indes: "Ich bin mit dem Fight, den wir heute angeboten haben, absolut einverstanden."

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa und sid

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