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Union Berlins Kampf um die Fan-R├╝ckkehr: Tests statt Abstand

Von dpa
Aktualisiert am 19.08.2020Lesedauer: 2 Min.
Der 1.
Der 1. FC Union Berlin k├Ąmpft mit einem eigenen Test-Konzept f├╝r ein volles Stadion zu Corona-Zeiten. (Quelle: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Keine Abstandsregeln und Masken, daf├╝r pr├Ąventive Coronavirus-Tests und die Erlaubnis zum ausgelassenen Jubeln: Der 1. FC Union Berlin k├Ąmpft in Zeiten der Pandemie mit einem detaillierten Konzept f├╝r die R├╝ckkehr der Fans ins Stadion An der Alten F├Ârsterei.

Wie der Fu├čball-Bundesligist mitteilte, wurde beim zust├Ąndigen Gesundheitsamt im Bezirk Treptow-K├Âpenick die Austragung eines Testspiels am 5. September vor bis zu 3000 Besuchern beantragt. Der Clou: Alle Anwesenden sollen im Vorfeld auf Covid-19 getestet werden - und diese Ma├čnahme die geltenden Abstandsregeln ersetzen.

Deren Einhaltung entspreche nicht "dem Charakter vieler Veranstaltungsformate", hie├č es in einer Mitteilung der Eisernen. F├╝r eine R├╝ckkehr in einen m├Âglichst sicheren Veranstaltungsbetrieb wurde ein Leitfaden entwickelt. Voraussetzung f├╝r den Stadion-Zugang ist ein negativer Test, der vor dem Spieltag von Union selbst organisiert wird. "Im Block darf sich ohne Abst├Ąnde und/oder Mund-Nasen-Schutz frei aufgehalten werden", hei├čt es in dem Papier unter anderem.

F├╝r sein ambitioniertes Vorhaben hat der Club viel Zeit und Geld aufgewendet. "Es geht uns bei diesem Projekt nicht in erster Linie um Fu├čballspiele, auch wenn diese in unserem konkreten Fall die g├Ąngigste Form der Gro├čveranstaltung sind. Unsere Stadt verliert ihr Gesicht und ihre Kraft, wenn nahezu der gesamte Veranstaltungsbetrieb dauerhaft brachliegt", sagte Pr├Ąsident Dirk Zingler. Union sehe sich "in der Pflicht, aktiv und mit ganzer Kraft nach sicheren Wegen zur R├╝ckkehr in einen wirtschaftlichen Betrieb zu suchen".

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Berlins Regierender B├╝rgermeister Michael M├╝ller h├Ąlt das Konzept f├╝r momentan nicht realistisch. Zum einen verwies der SPD-Politiker auf fehlende Kapazit├Ąten, um die angedachten Corona-Tests f├╝r die Zuschauer im Vorfeld umzusetzen. "Denn das muss man zu Ende denken. Wenn wir anfangen w├╝rden mit Union und w├╝rden sagen, mach es ab morgen, sind es ab morgen 36 Bundesligaclubs der 1. und 2. Liga mindestens, die das auch haben wollen", sagte M├╝ller.

Zudem k├Ânne derzeit kein Wissenschaftler zusichern, das man 24 bis 48 Stunden nach einem Testergebnis tats├Ąchlich negativ ist und keinen anderen Menschen mit dem Coronavirus anstecken kann. Trotzdem lobte M├╝ller die Ambitionen auch: "Ich finde das wirklich spannend und toll, was die sich ├╝berlegt haben f├╝r das ganze Ticketsystem." Aber er sehe insgesamt eben auch noch sehr hohe H├╝rden.

Der Verein hat sein Hygienekonzept dem Senat sowie dem Stadtbezirk Treptow-K├Âpenick pr├Ąsentiert. Vom Ticketkauf, ├╝ber den Covid-19-Test und den Stadionbesuch bis zur Nachverfolgung - Union hat auf 27 Seiten durchgespielt, wie ein Fu├čball-Besuch ablaufen soll. Fraglich ist, ob es daf├╝r eine Genehmigung gibt und es tats├Ąchlich zu einer Umsetzung kommt. Noch bis 24. Oktober sind Veranstaltungen mit mehr als 5000 Personen in der Hauptstadt verboten.

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