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Rassismus-Eklat bei Union Berlin: Mehr Spieler als angenommen involviert

Bei Union gegen Leverkusen  

Wohl mehr Spieler in Rassismus-Eklat involviert als angenommen

18.01.2021, 16:49 Uhr | sid, t-online

Rassismus-Eklat bei Union Berlin: Mehr Spieler als angenommen involviert. Nadiem Amiri und Florian Hübner (hinten) nach Abpfiff im Dialog: Der Leverkusener soll rassistisch beleidigt worden sein.  (Quelle: imago images/Matthias Koch)

Nadiem Amiri und Florian Hübner (hinten) nach Abpfiff im Dialog: Der Leverkusener soll rassistisch beleidigt worden sein. (Quelle: Matthias Koch/imago images)

Leverkusens Nadiem Amiri soll im Spiel gegen Union Berlin rassistisch beleidigt worden sein. Der DFB ermittelt mittlerweile. Jetzt wurde bekannt, dass wohl mehrere Union-Spieler Amiri angegangen haben.

Bei Union Berlin drückt der Rassismus-Eklat auf die Stimmung. Vor allem beim Hauptbeschuldigten Florian Hübner. "Natürlich, es beschäftigt ihn, es beschäftigt uns alle", sagte Unions Trainer Urs Fischer: "Es geht ihm schon nahe, das ist doch logisch."

Zudem verletzte sich der Innenverteidiger am Montag im Training. "Er ist jetzt auf dem Weg in die Charité, mehr kann ich noch nicht sagen", sagte Fischer. Wahrscheinlich müssen die Berliner im Verfolgerduell der Bundesliga am Mittwoch bei RB Leipzig (20.30 Uhr/im Liveticker bei t-online) auf den zentralen Verteidiger verzichten.

DFB ermittelt gegen Spieler

Laut Medienberichten soll der DFB mittlerweile auch gegen Hübners Mitspieler Cedric Teuchert ermitteln, der Verein wollte dies aber nicht bestätigen. "Wir kennen keinen Gegenstand der Ermittlungen bei Cedric Teuchert", äußerte Klub-Sprecher Christian Arbeit.

Der DFB hatte am Samstag angekündigt, wegen der Vorfälle Ermittlungen einzuleiten. "Grundsätzlich erwarten beide Vereine Post vom DFB, die ist bisher noch nicht gekommen, wird jetzt aber sicherlich passieren", sagte Arbeit.

Union sieht keine Belege für Beleidigung 

Leverkusens Nationalspieler Jonathan Tah sagte am Samstag bei DAZN, dass sein Teamkollege Nadiem Amiri mit den Worten "Scheiß Afghane" beleidigt worden sei. Amiris Eltern stammen aus Afghanistan.

"Natürlich erwartet man, dass, wenn so ein Vorwurf erhoben wird, dieser belegt werden kann. Bisher hat niemand etwas Derartiges tatsächlich selber gehört", meinte Arbeit und ergänzte: "Wenn es jemanden geben sollte, dann möge er sich melden."

Dass es zwischen Hübner und Amiri einen Disput gab, streitet Union allerdings nicht ab. "Es ist ja grundsätzlich mal auf dem Platz zu sehen gewesen, dass es eine Auseinandersetzung zwischen den beiden gab. Da brauchen wir jetzt auch nicht groß herumdiskutieren", sagte Arbeit und ergänzte, es sei aber nur von einem Anfangsverdacht die Rede.

"Was auf dem Platz gesagt wird, bleibt auch auf dem Platz"

Bei Bayer Leverkusen geht man davon aus, dass die Sache bald erledigt ist. "Meine grundsätzliche Einstellung ist: Was auf dem Platz gesagt wird, bleibt auch auf dem Platz. Wie für Nadiem war es auch für mich mit der Entschuldigung des Berliner Spielers erledigt", sagte Sport-Geschäftsführer Rudi Völler dem "Kicker".

Hübner hatte noch am Freitag länger mit Amiri gesprochen, dieser fasste dies als Entschuldigung auf. Wofür sich Hübner aber genau entschuldigt hat, blieb unklar. Wie Union mitteilte, habe Hübner erklärt, dass er sich nicht rassistisch geäußert habe. "Für uns hat es diese rassistische Thematik, wie sie jetzt gerade dargestellt wird, so nicht gegeben", meinte Unions Manager Oliver Ruhnert.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur SID

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