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Das tragische Ende Gerd Müllers beim FC Bayern

Von Benjamin Zurmühl

Aktualisiert am 15.08.2021Lesedauer: 2 Min.
Gerd Müller (r.) vor dem berühmten Spiel gegen Eintracht Frankfurt: Es war die Partie, in der der Torjäger einen schweren Nackenschlag erlitt.
Gerd Müller (r.) vor dem berühmten Spiel gegen Eintracht Frankfurt: Es war die Partie, in der der Torjäger einen schweren Nackenschlag erlitt. (Quelle: Horstmüller/imago-images-bilder)
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Gerd Müllers Tore machten ihn beim FC Bayern zur Legende. Seine Geschichte im Trikot des Rekordmeisters ist einzigartig. Doch so märchenhaft der Großteil der Jahre in München war, so tragisch war das Ende.

Zwei Deutsche Meisterschaften und einen Pokalsieg holte Pál Csernai als Trainer des FC Bayern. Seine Zeit in München haben die Fans dennoch nicht nur positiv in Erinnerung. Csernais Jahre haben einen Kratzer mit dem Namen Gerd Müller. Denn es war der Ungar, der für das Ende der "Bomber"-Ära sorgte.


"Der beste Mittelstürmer aller Zeiten": Gerd Müllers Karriere

Gerd Müller war der größte Torjäger, den der deutsche Fußball je gesehen hat – und zudem einer der emsigsten Titelsammler. Als "Bomber der Nation" wurde er mehrfacher Deutscher Meister, Europapokalsieger sowie Welt- und Europameister. Am 3. November 2020 feierte er seinen 75. Geburtstag, am Vormittag des 15.8. 2021 verstarb er. t-online widmet sich seiner bewegten Karriere.
Der in Nördlingen in Bayerisch-Schwaben geborene Müller rannte von klein auf dem Ball hinterher. Beim örtlichen TSV 1861 machte er seine ersten Schritte im Verein. 1964 ging es dann zum FC Bayern nach München. Dort ...
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Im Februar 1979 war der FC Bayern bei Eintracht Frankfurt im Waldstadion zu Gast. Im Sturm setzte Csernai auf das Duo Gerd Müller/Karl-Heinz Rummenigge. Doch nach 82 Minuten stand es 0:2 aus Münchner Sicht. Csernai entschied sich dazu, Müller auszuwechseln. Zum ersten Mal musste er aus Leistungsgründen runter vom Platz. Eine Entscheidung, mit der Müller nicht zurechtkam.

Frankfurts Karl-Heinz "Charly" Körbel erinnerte sich vor ein paar Jahren in einem Gastbeitrag für die Bundesliga-Webseite an das damalige Spiel: "Die Auswechslung durch den Ungarn Csernai, der später auch in Frankfurt Trainer wurde, hatte Müller schwer getroffen. Nur wenige Tage später bat er die Verantwortlichen in München um die Auflösung seines Vertrags. Der eigentlich so Bodenständige aus Nördlingen wanderte aus: zu den Fort Lauderdale Strikers nach Florida in die US-Profiliga, in der auch andere Fußballlegenden wie Franz Beckenbauer und Pelé engagiert waren."

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"Plötzlich bist du in der Hölle"

Müller war zum Zeitpunkt der Auswechslung zwar schon 33 Jahre alt, doch mit solch einer Entscheidung seines Trainers hatte er nicht gerechnet. Der "Bomber" kommentierte diesen Moment rückblickend: "Ich hab' schlecht gespielt, aber das war dem Csernai grad recht. Er hat mich sowieso nicht leiden mögen." Es folgte nur noch ein Spiel gegen Borussia Dortmund, danach war Müller weg.

Nie wieder spielte er in Deutschland, ließ seine Karriere in den USA ausklingen. Der Frust saß tief: "Du bist oben, schwebst im Himmel. Und fällst und fällst. Plötzlich bist du in der Hölle. Ich habe sehr gelitten, und ohne die Hilfe meiner Freunde hätte ich es wohl nicht geschafft."

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Müller fand noch einmal den Weg zurück in den Verein, jedoch als Mitarbeiter, nicht als Spieler. Seine beeindruckende Karriere wurde von dem plötzlichen Aus nicht geschmälert. In der Öffentlichkeit blieb er als gefeierter "Bomber" in Erinnerung. Nur er selbst brauchte einige Zeit, um es zu verarbeiten.

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Ein Kommentar von Benjamin Zurmühl
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