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Meier legt gegen das ZDF nach: "Ich wurde abgesägt"

Von t-online, np

Aktualisiert am 07.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Urs Meier: Der langjährige ZDF-Experte ist "schwer enttäuscht" von seinem früheren Arbeitgeber.
Urs Meier: Der langjährige ZDF-Experte ist "schwer enttäuscht" von seinem früheren Arbeitgeber. (Quelle: Martin Hoffmann/imago-images-bilder)
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In seinem Podcast hatte der frühere Schiedsrichter Urs Meier über seine Klage gegen seinen langjährigen Arbeitgeber, das ZDF, gesprochen. Per Interview bekräftigte der 62-Jährige nun seine große Enttäuschung.

Urs Meier ist schwer enttäuscht – und zwar vom ZDF, seinem früheren Arbeitgeber. In seinem Podcast hatte Meier am 4. Januar von Vertragsbruch und einer laufenden Klage gesprochen (Mehr dazu lesen Sie hier). Der Grund: Meiers Aus beim ZDF.


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Nach 15 Jahren als Experte beim öffentlich-rechtlichen Sender war Meier davon ausgegangen, auch bei der Europameisterschaft im vergangenen Sommer als Schiedsrichterfachmann im Einsatz zu sein. Doch dem war nicht so.

Meier: "Wusste, wann ich im Sommer 2020 arbeiten muss"

Statt auf Meier setzte das ZDF auf Manuel Gräfe, der noch bis Mai 2021 in der Bundesliga gepfiffen hatte – sehr zur Verwunderung Meiers, der nun weitere Details zum "ZDF-Zoff" offenbarte.

"Im Dezember 2019 besprachen wir die EM 2020. Das machten wir immer so, der Vertrag kam dann jeweils erst im April oder Mai darauf. Wir haben besprochen, wie das Turnier ablaufen soll (...)", so Meier im Interview mit der Schweizer Zeitung "Blick" am Freitag. "Schnell war auch klar, welche Spiele ARD und welche ZDF überträgt. So wusste ich, wann ich im Sommer 2020 arbeiten muss. Nur verschob sich dann ja alles um ein Jahr."

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Meier sei trotz der pandemiebedingten Verschiebung des Turniers davon ausgegangen, dass er weiterhin als Experte an Bord sei. Doch dem war nicht so. Meier: "Ich wurde aber quasi abgesägt, ohne es zu merken. Im März 2021 sagte meine Frau zu mir, sie fände es komisch, es sei zu ruhig. Ich sagte ihr, sie solle sich beruhigen, natürlich sei ich beim ZDF weiter dabei, es sei immer alles so vertrauensvoll geregelt. Sie schrieb trotzdem eine Mail ans ZDF. Und dann kam die Antwort sinngemäß, ob noch niemand mit mir geredet habe...", so Meier gegenüber "Blick".

"Für mich ist ein Deal ein Deal, wenn man sich die Hand gibt"

Meier sei angerufen und zum Sender nach Mainz eingeladen worden. Dort wurde ihm dann mitgeteilt, dass das ZDF Gräfe als Experte verpflichtet habe. Meier reichte daraufhin eine Klage ein, fordert laut "Blick" eine Ausfallentschädigung von 20.000 bis 30.000 Euro. Der Betrag spiele für ihn nach eigenen Aussagen aber eigentlich keine Rolle.

"Ich bin einfach enttäuscht. Schauen Sie: Ich hatte jahrelang Küchen- und Haushaltsgeräte verkauft. Für mich ist ein Deal ein Deal, wenn man sich die Hand gibt. Ein Handschlag-Vertrag gilt und ist wichtig in einer vertrauensvollen Beziehung. Nun will ich natürlich den Ausfall entschädigt haben. Zumal ich auch Vorträge wegen der blockierten Termine nicht annehmen konnte."

Und das ZDF? Bereits vor dem nun veröffentlichten Interview hatte sich der Sender zu Wort gemeldet und auf Anfrage des Branchenportals DWDL verlauten lassen. "Herr Meier ist ein vom ZDF geschätzter Fußballexperte, mit dem in der Vergangenheit eine gute Zusammenarbeit bestand. Für die Europameisterschaft 2020, die in das Jahr 2021 verschoben wurde, hatte sich das ZDF entschieden, Herrn Meier für die Berichterstattung nicht einzusetzen und ihm dies frühzeitig und ordnungsgemäß mitgeteilt. Ein Vertrag ist mit Herrn Meier hierzu nicht geschlossen worden. Im Übrigen äußert sich das ZDF nicht zu laufenden Verfahren."

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Man darf gespannt sein, ob das ZDF auf die erneuten Äußerungen des Ex-Schiedsrichters reagieren wird.

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