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VerstĂ¶ĂŸe gegen Mindestlohngesetz bei vier Profifußball-Clubs

Von dpa
18.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Laut WDR wurde gegen ehemalige und aktuelle Bayern-FunktionĂ€re ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Mindestlohngesetz eingeleitet.
Laut WDR wurde gegen ehemalige und aktuelle Bayern-FunktionĂ€re ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Mindestlohngesetz eingeleitet. (Quelle: Peter Kneffel/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Bei drei Vereinen aus der Fußball-Bundesliga sowie bei einem Zweitligisten hat es seit Anfang 2020 VerstĂ¶ĂŸe gegen das Mindestlohngesetz gegeben.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Victor Perli hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Vergehen wurden "bei PrĂŒfungen im Rahmen der Aufgabenwahrnehmung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) der Zollverwaltung (...) festgestellt" und entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet. Um welche Clubs es sich handelt, wurde nicht mitgeteilt.

Das WDR-Magazin "Sport Inside" hatte bereits Ende Dezember darĂŒber berichtet, dass ein Verfahren gegen mehrere ehemalige und aktuelle Vorstandsmitglieder des FC Bayern MĂŒnchen laufen soll. Laut WDR ging es um mögliche VerstĂ¶ĂŸe gegen das Mindestlohngesetz bei der Bezahlung von Jugendtrainern. FrĂŒhere Jugendtrainer hatten "Sport Inside" berichtet, im Rahmen ihres 450-Euro-Jobs deutlich mehr als die erlaubten zehn Stunden gearbeitet zu haben. Bayern-Vorstandschef Oliver Kahn hatte versichert, die MĂŒnchner wĂŒrden vollumfĂ€nglich mit den Behörden kooperieren und versprach restlose AufklĂ€rung.

Im Sommer waren außerdem die GeschĂ€ftsrĂ€ume des FC Augsburg durchsucht worden. Laut Zoll ging es dabei um die "BeschĂ€ftigungs- und EntlohnungsmodalitĂ€ten von nebenamtlich bzw. ehrenamtlich beschĂ€ftigten Fußballtrainern".

"Bundesliga-Vereine, die MillionengehĂ€lter an Spieler und FunktionĂ€re zahlen, haben Angestellte um den Mindestlohn geprellt", sagte Perli: "Das ist zynisch und es macht sprachlos" Es sei eine schlechte Nachricht fĂŒr den Profi-Fußball, "dass die Nachwuchstrainer und Betreuer einigen Vereinen nicht mal einen Mindestlohn wert sind." Der Politiker forderte AufklĂ€rung und eine Bestrafung: "Mindestlohnbetrug ist kein Kavaliersdelikt, sondern WirtschaftskriminalitĂ€t. Die aufgedeckten FĂ€lle im Profi-Fußball unterstreichen die GrĂ¶ĂŸe des Problems, kratzen aber offenbar nur an der Spitze des Eisbergs."

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